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Verfasst: Do, 12. Jun 2014 08:52
von ninischi
OH nein! Ich hab's vergessen :(

Verfasst: Do, 12. Jun 2014 10:44
von -Tanja-
Hast PN. :wink:

Verfasst: Do, 12. Jun 2014 12:20
von le_bai
ninischi hat geschrieben:OH nein! Ich hab's vergessen :(
nerv. ich auch ...
zu viele andere Sache im kopf ... :oops:

hast du denn trotzdem was mitgenommen ?

Verfasst: Do, 12. Jun 2014 12:30
von Phanja
Ich hab teilgenommen und konnte schon ein paar Dinge mitnehmen. Interessant fand ich verschiedene Hinweise auf Studien und die dazugehörigen Ergebnisse.
Ein bisschen schade fand ich, dass das Thema natürlich schon sehr schulmedizinisch betrachtet wurde. Aber andererseits ist das wohl bei einem Webinar im Veterinärbereich normal :wink:
Ich denke gerade für Menschen, die züchten oder regelmäßig Jungtiere in Besitz haben oder betreuen, war das Webinar sehr interessant. Und am Ende gab es auch einige Empfehlungen, wie man welche Altersgruppen kontrolliert oder behandelt und wann. Alles in allem eine Runde Sache und ich werde bestimmt beobachten, was dort zur Sache Pferd noch alles angeboten wird :D

Verfasst: Do, 12. Jun 2014 12:50
von -Tanja-
Hast auch PN. :wink:

Ich fand es insgesamt schon sehr interessant, allerdings halt viel medizinisches Kauderwelsch. Offenbar war das Webinar hauptsächlich für TAs ausgelegt.

Der Referent war von der Uni Berlin. Deren Einstellung steht in deutlicher Diskrepanz zu den Ansichten der Kollegen an der Uni München, die die selektive Entwurmung ja vorantreiben wollen.

Insgesamt gut zusammengefaßt wurde das Webinar eigentlich hier: http://pferdekosmos.de/sei-kein-schaf-2/

Nicht von der Hand zu weisen und für mich persönlich auch nachvollziehbar ist die Ansicht der Uni Berlin, daß durch Auswertung von Kotproben anscheinend nicht auf das tatsächlich im Pferd vorhandene Kontingent an Würmern geschlossen werden kann.

Ich persönlich werde das Konzept der selektiven Entwurmung zunächst einmal weiterverfolgen. Durch unsere explizite und sehr, sehr gute Stall- und Weidehygiene ist bei uns die Wurmbelastung ohnehin geringer. Auch hatte ich so oder so vor, die Januar-Wurmkur grundsätzlich zu geben.

Verfasst: Do, 12. Jun 2014 13:11
von Phanja
Das hab ich übrigens im Gesamtkontext irgendwie nicht begriffen. Einerseits der Hinweis, dass die Eizählung bei Kotprobenuntersuchungen kein zuverlässiges Ergebnis liefern. Andererseits bezog sich der Vortrag ja dann doch wieder auf Rückschlüsse, die genau über solche Auswertungen gezogen wurden. Das fand ich ein bisschen widersprüchlich.

Auch die Äußerung, dass auch ein geringer Befall nicht als normal einzustufen sei, fand ich etwas komisch. Man weiß stand heute ja nicht, ob bestimmte Parasiten nicht auch eine gewisse Funktion im Körper erfüllen.

Bei uns ist es ähnlich wie bei dir Tanja. Wir misten auch alles äußerst penibel ab. Ich überlege aber ebenfalls, ob ich nicht doch im Januar entwurmen soll. Auch aufgrund der Tatsache, dass die Kotprobenuntersuchungen nicht unbedingt aussagekräftig sind.

Am Ende weiß man jetzt zwar irgendwie mehr, aber trotzdem nicht so ganz, wie man es am Besten macht :P

Verfasst: Do, 12. Jun 2014 14:09
von le_bai
ich habe das ja auch weiter vorn angeschnitten.

die anzahl der gezählten eier lässt keine rückschlüsse auf den verwurmungsstatus zu.

sie zeigt nur, welche Würmer aktuell (mindestens) im ausscheider sind und ausscheiden.

alles andere ist offen. es könnten auch noch andere Parasiten im Pferd sein, die einfach nicht ausscheiden.

dieses Problem ist komplexer, als es im ersten Moment erscheinen mag. es ist eher so, dass man die Zählungen als Statistik betrachten muss.
das Grundkonzept zur Entwurmungsstrategie und Hygiene muss stehen.
die Statistik entscheidet final - wenn überhaupt - über den Wirkstoff.

Ansonsten zeigt sie nur, wer ausscheider ist, und was er ausscheidet.

im bestand muss man dieses Puzzle dann zusammensetzen. inklusive aller anderen schier unbegrenzten Umweltfaktoren.

für fohlen und heranwachsende interessieren mich wurmzählungen gar nicht, weil sie da wegen der "startenden wurmzyklus-karriere" schlicht nicht aussagekräftig sind.

würmer sind wirklich ein verdammt komplexes probelm .... :roll:

Verfasst: Do, 12. Jun 2014 14:45
von Sheitana
@ le_bai Wie entwurmst du denn, besonders die Fohlen?

Für uns kommt aufgrund der Jungpferde keine selektive Entwurmung in Frage.
Bei den Alten frage ich mich aber schon, ob das Übliche viermal im Jahr entwurmen so nötig ist. Wir sind schon nur auf dreimal, ich habe bis auf einmal bei meiner Stute - Ursachen sind behoben - noch NIE Würmer bei den Altpferden gesehen nach einer Kur. Noch nie.
Da stelle ich mir schon die Frage in wie weit das alles so richtig ist.
Wenn aber Eier zählen nur auch nicht das Richtige ist?

Mein letztes Fohlen habe ich damals so entwurmt, wie es mir empfohlen wurde. Alle zwei Wochen anfangs... :shock: Ich bin mir sicher damit habe ich ihr damals den Darm mehr kaputt gemacht, als es gebracht hat.
Jetzt sehe ich das wesentlich entspannter.

Nur auf die Dezember-WK gegen Magendasseln würde ich nicht verzichten.

Verfasst: Do, 12. Jun 2014 17:21
von -Tanja-
Shei, wir haben bislang auch immer nur 3x/Jahr entwurmt. Ich hatte seinerzeit allerdings auch nie eine Kotprobe ziehen lassen. Aber der Allgemeinzustand der Pferde (früher Amor und Laika, beide > 5J., jetzt Amor und Kurt, Kurt = 4 J.) war immer in Ordnung. Gerade aufgrund des Umstands, daß Kurt immer so schlechte Leberwerte hat, allerdings klinisch komplett unauffällig ist und alle möglichen Untersuchungen negativ verliefen, wollte ich gerne so wenig Chemie wie möglich in ihn reinpumpen. Daher meine Idee mit der selektiven Entwurmung.

Verfasst: Do, 12. Jun 2014 17:50
von le_bai
die Kleinen entwurmen wir zusammen mit der Mutter das erste mal zwischen 7-10 Tagen.
da richtet sich die Wurmkur nach folgenden Punkten:

- wie stark ist die Mutter Ausscheider
- was scheidet sie aus
- mit welchem der Wirkstoffe gehe ich beim Fohlen möglichst wenig in den Blutkreislauf

Danach sind neben den schon genannten Faktoren auch noch entscheidend:

- Grasshöhe, Temp Feuchtigkeit
- Rang von Stute und Fohlen
- Kontakt mit fremdpferden/Ortswechsel (Ausreiten, Fohlenschau ect.)

Bei fohlen halte ich mehr von den "altmodischen Mitteln".... die dann lieber überdosiert und 5-8 Tage lang verabreicht.

das aller 6-12 Wochen.
Die Mütter entwurmen wir aller 3-4 Monate. Dasseln nur, wenn beobachtet ...
Bandwurm einmal im Jahr, wenn es Hinweise auf Befall gibt.

Ich versuche immer, die Präparate (Hersteller) zu wechseln, bei der Wirkstoffgruppe jedoch nicht abwechselnd, sondern anhand der Leichen und schon genannter Umstände zu entscheiden.
Ich konzentriere mich auf die Ausscheider. Bei sehr gutem Allgemeinzustand und allen Faktoren, die für geringen Wurmdruck sprechen, entwurme ich nur die Ausscheider im Bestand.
Ausgenommen alles unter 3 Jahren, die sind sehr geregelt alle dran ...

Verfasst: Mo, 16. Jun 2014 07:25
von Möhrchen
Kann mir bitte jemand erklären, warum die Kotprobe NICHT aus verschiedenen Tagen zusammen gesammelt werden soll?

In einem Haufen sind doch mehr, in einem anderen weniger Eier.

Bisher war ich der Meinung, dass nur so eine aussagefähige Schnittmenge zur
Probe herangezogen werden kann.

Und warum kann ich die Probe nicht mehrere Tage liegen lassen? Warum im Kühlschrank aufbewahren?
Die Eier können sich doch in der Probe nicht vermehren und in Luft auflösen werden sie sich auch nicht.
Bei einer Probe auf Keime oder Pilze ist es mir durchaus verständlich - aber auf Wurmeier???

Verfasst: Mi, 25. Jun 2014 10:03
von minou

Verfasst: Di, 01. Mär 2016 19:55
von -Tanja-

Verfasst: Do, 15. Nov 2018 21:01
von -Tanja-
*malhochhol*

Wir praktizieren das ja nun seit einigen Jahren und fahren sehr gut damit. Über den Link können unsere bisherigen Ergebnisse der Kotproben eingesehen werden:

https://www.pfinzgauranch.de/das-sind-w ... ntwurmung/

So mußte mein Senior das letzte Mal in 2015 entwurmt werden. :D

Verfasst: Fr, 16. Nov 2018 08:18
von Abeja
Danke, Tanja :) - das ist informativ. Danke auch für den Hinweis, montags die Proben zu nehmen und Bollen zu nehmen, die nicht mit dem Boden in Berührung gekommen sind.

Ich bin ja jetzt noch ganz unerfahren auf diesem Gebiet, habe kürzlich zum ersten Mal am Monitoring teilgenommen. Und die meisten bei uns am Stall wussten gar nicht, wie man die Proben richtig nimmt. Ich werde das alles dann, wenn es wieder soweit ist, an unserer Einsteller weitergeben.