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Zu wenig Raufutter
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littlesheep
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BeitragVerfasst am: Mi, 01. Aug 2018 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Senselessme hat Folgendes geschrieben:
Es ging mir mit dem zufüttern einfach nur darum, ob ihr meint, dass viel Bauch auch durch zu wenig Rohfaser entsteht und cobs dabei helfen würden.


Also auf der einen Seite entsteht Bauch eher durch mehr Rohfaser - deswegen bekommen Sportpferde ja kiloweise Hafer reingestopft, aber wenig Heu, damit halt nicht so eine Tonne entsteht (Heu/Strohbauch). Auf der anderen Seite sind Heucobs wie schon geschrieben wurde wirklich eher zum Päppeln und können eher noch zum Kugelbauch führen (neben dem Päppeleffekt auch durch Aufgasen - ohne dabei jetzt schädlich zu wirken, ist halt dann einfach ein Kugelbauch, während der Rest nicht unbedingt Speck ansetzen muß).

Warum soll denn kein Heu statt Stroh zugefüttert werden? Das würde zumindest fütterungsmäßig Sinn machen, wenn nicht genug Gras da ist. Stroh ist ja halt nur "leeres Füllmaterial" und kann schlimmstenfalls auch zu Verstopfungskoliken führen, wenn es nur aus Hunger dann in Massen gefressen wird - wenn Ihr natürlich nur dosiert gebt, ist das was anderes, kann man halt nicht einschätzen. Einen kompletten Rundballen quasi zur freien Verfügung würde ich da zumindest auf keinen Fall hinstellen. Abends ne Portion "zum Knabbern" sollte nicht schaden.
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ninischi
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BeitragVerfasst am: Mi, 01. Aug 2018 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Senselessme hat Folgendes geschrieben:

Ich Fass gerade nochmal zusammen, also langes überstandiges Gras ist im Endeffekt wie Heu, Nährstoffe gehen nicht verloren, es verholzt und hat dadurch eher mehr rohfaser.
Es ging mir bei den cobs auch nicht um was päppelndes, sondern etwas wo sie nochmal zusätzlich hier dran mümmeln kann. Wenig Energie, aber nochmal rohfaser.
...
Die weiden hier werden zweimal am Tag weitergesteckt, dann gibt es neues langes Gras. Das was abgefressen ist, ist natürlich echt kurz und bietet nicht mehr viel Beschäftigung. Um die Zeit dazwischen zu überbrücken, gibt es jetzt eben Stroh statt Heu.


Das Weidekonzept finde ich sehr gut, unter anderem weil sie dann das überständige Gras (= quasi „Diät-Heu“) auch fressen. Für ein eher zu dickes Pferd spricht aus meiner Perspektive nichts gegen zeitweilige Zufütterung von Stroh - zumal die Stallbetreiber wahrscheinlich einem Wunsch nach Heu statt Stroh eh nicht nachkommen würden und bestimmt auch andere Einsteller dagegen wären Smile

Anteilig gehen im überständigen Gras schon Nährstoffe verloren, also 1kg überständiges Gras hat erheblich weniger Zucker, Eiweiß usw.

Die Ration aus überständigem Gras und Stroh hat wahrscheinlich ohnehin vergleichsweise viel Rohfaser, da würde ich nicht noch extra Faser zufüttern.

Die Einschätzung, dass Rohfaser Pferde dick macht, teile ich als langjährige Besitzerin einer sehr schwerfuttrigen Blüterstute nicht. Im Gegenteil. Wenn das Gras tatsächlich lang und schon trocken ist, dann halte ich es für das perfekte Diätfutter, weil es satt macht, aber nicht dick. Sieht es etwa so aus? (Gemeint ist natürlich das längere hinten, vorne sieht man die gerade verlassene, gemulchte Weide).



Dann würde ich sogar überlegen, ob deine Stute ohne Maulkorb die erste Runde mit fressen darf, denn dann ist der Anreiz geringer, später das frisch nachgewachsene Gras kurz zu raspeln. Man meint das nicht, aber es schieben sich immer wieder kleine, grüne Spitzen hoch und die haben es echt in sich in Sachen Zucker und anderen Dickmachern. Natürlich lässt es sich nie ganz vermeiden, dass die auch gefressen werden, aber hier ist das Umstecken und dann das Wechseln der Fläche wirklich eine gute Option. Man sieht selbst bei dieser Trockenheit, dass schon nach einer Woche auf der nicht mehr genutzten Fläche wieder "Powergras" hochkommt. Und das fressen sie auf der aktuellen Fläche mit ab, deswegen sieht man es nicht.

Wegen dick oder nicht: Das Dilemma der drei Meinungen von drei Leuten gibt es hier wohl immer. Die Buschreiter finden meine Lusitanostute immer zu rund, weil für sie „trockene“, blutgeprägte Pferde normal sind. Orientiere dich höchstens an der Meinung von Leuten, deren Pferde du gut aussehend findest! Und vergleiche ein kaltblütiges Pferd nicht zu einfach mit einem Springer..

Das Wichtigste hast du selbst schon erwähnt: Das beste Mittel gegen überflüssige Pfunde ist Training, und zwar Ausdauertraining. Also im Wesentlichen zum Fettabbau je länger, desto besser Smile
Aber das ist ein ganz anderes Thema Smile

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Finchen
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BeitragVerfasst am: Do, 02. Aug 2018 01:51    Titel: Antworten mit Zitat

Aaaah, gut dass Ninischi erinnert, zum Maulkorb wollte ich noch was sagen:
oft erfüllt der nicht den gewünschten Effekt. Wenn er ein Loch in der Mitte unten hat, dann kann das Pferd dadurch fast ausschließlich Gras fressen, dass es erreicht, indem es quasi das Loch von oben drüber stülpt. Überständiges Gras erreicht ein Pferd so also nicht. Was wird dann übrig bleiben, es frisst das wenige kurze nachgewachsene - mit den von Ninischi genannten Nachteilen.

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Lilith79
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BeitragVerfasst am: Do, 02. Aug 2018 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Die Erfahrung hab ich auch gemacht, auch bei der AS Fressbremse, wobei der Effekt da nicht so arg ist. Mein Pony trägt deswegen nur im Mai und Juni Fressbremse. Ab Juli darf sie ohne.
Wobei grad verfressene oder "zuckersüchtige" Pony natürlich auch ohne Maulkorb lieber das kurze nachwachsende Gras fressen, weil das ja viel besser schmeckt Wink
Aber wenn es eh nur noch Heu am Halm gibt würd ich die Fressbremse halt einsetzen wenn das Pferd wirklich generell weniger fressen soll. Also wir haben grad kein Problem mit der Existenz von kurzem nachwachsenden Gras, obwohl es hier sogar ein bisschen regnet gelegentlich...aber mit Fressbremse würde mein Pony deswegen grad quasi gar nix finden auf der Koppel. Ohne Fressbremse frisst sie jetzt das bisschen alte Zeug was noch da ist und hin und wieder knabbert sie sogar Disteln und Brennesseln. Sowas geht mit Fressbremse halt quasi gar nicht und da die Weide ja als Beschäftigung dienen soll, wird sie dann frustriert und will gar nicht mehr raus.
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littlesheep
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BeitragVerfasst am: Do, 02. Aug 2018 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="ninischi"]
Senselessme hat Folgendes geschrieben:

Die Einschätzung, dass Rohfaser Pferde dick macht, teile ich als langjährige Besitzerin einer sehr schwerfuttrigen Blüterstute nicht. Im Gegenteil. Wenn das Gras tatsächlich lang und schon trocken ist, dann halte ich es für das perfekte Diätfutter, weil es satt macht, aber nicht dick.


Das ist keine Einschätzung, sondern ein Fakt. Ich hatte ja auch extra geschrieben es geht um den dicken, aufgebläht aussehenden Bauch - nicht um Speck, plus Erklärung Sportpferdefütterung.
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ninischi
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BeitragVerfasst am: Do, 02. Aug 2018 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, ich meinte mit „dick“ tatsächlich dick.

Wo man nachlesen kann, dass das ein Fakt ist, würde mich trotzdem interessieren.

Dass Heu je nach Schnittzeitpunkt, Grassorte usw. sehr unterschiedlich füttert und von daher die Aussage „Heu macht dick“ als solche nicht richtig ist, hat im kleinen Rahmen (nicht wissenschaftlich, aber mit Untersuchungen) die Betreiberin von offenstallkonzepte.com untersucht und hier dokumentiert.

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Senselessme
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BeitragVerfasst am: Do, 02. Aug 2018 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich befass mich nachher mal mit dem von dir, ninischi. Aber generell beschäftige ich mich gerade sehr viel mit meiner Ernährung (Thema abnehmen) und bin ja gelernte Müllerin, also hab ich auch ein bisschen was zur tierernährung gelernt. Prinzipiell gilt das Prinzip wenn mehr Energie reinkommt, als rausgeht nimmt man zu, egal von was. Ich kann mich auch nur von chips ernähren ne woche und abnehmen, solange der input kleiner ist als der output.
Und da heu und Gras zu unterschiedlichen Zeiten und Qualitäten sehr schwanken, ist es da halt schwierig eine Konstanz festzustellen. Genauso kommt die unterschiedliche Verwertung der einzelnen rassen dazu, dass macht es noch schwieriger.

Im Moment hat Hanni allerdings wohl generell entschieden, dass Fressen mit der Fressbremse prinzipiell doof ist und frisst in der Zeit sehr wenig!
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Vignir
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BeitragVerfasst am: Do, 02. Aug 2018 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

littlesheep hat Folgendes geschrieben:
Also auf der einen Seite entsteht Bauch eher durch mehr Rohfaser - deswegen bekommen Sportpferde ja kiloweise Hafer reingestopft, aber wenig Heu, damit halt nicht so eine Tonne entsteht (Heu/Strohbauch).

Ja, genau. Der sog. Strohbauch ist ja nicht dadurch bedingt, daß Stroh oder Heu per se dick machen, sondern einfach nur der Tatsache geschuldet, daß der bei Pferden sehr, sehr viele Meter lange Darm gut gefüllt ist (ein physiologisch anzustrebender Zustand, auch wenn der von "Spochtpferdebesitzern" gerne verkannt wird). Aber nur weil der Darm zeitweise gut gefüllt ist, heißt es ja nicht, daß das Pferd auch dick ist. Dafür muß man dann schon den BCS heranziehen und eventuelle Fettdepots bewerten.

Natürlich kann man auch mit Rohfaser ein Pferd fett bekommen - dann nämlich, wenn Ist deutlich größer als Soll ist. Aber das ist ja wohl nur logisch. Trotzdem kann man ein Pferd nur satt bekommen, wenn es genug Rohfaser zu fressen bekommt, was der Anzahl der Kauschläge geschuldet ist und dem dadurch produzierten Speichel, welcher zur Verdünnung der Magensäure wichtig ist.

Irgendwie hab ich das Gefühl, daß Ihr aneinander vorbeiredet? Wink Oder ich? Laughing Laughing Falls ja, dann liegt das wieder mal an der Hitze! Laughing
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littlesheep
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BeitragVerfasst am: Do, 02. Aug 2018 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Nochmal - ich hab nicht gesagt "dick", sondern Blähbauch (auch bekannt als Grasbauch, Heubauch, Strohbauch) - halt bedingt durch viel Rauhfaser. Ich kenne das schon seit ich als Kind reiten gelernt habe. 3. Mal - siehe Sportpferdefütterung (ich klinke mich jetzt aus, hab keine Lust immer wieder das gleiche zu schreiben).
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Klassikfjord
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BeitragVerfasst am: Do, 02. Aug 2018 17:32    Titel: Antworten mit Zitat

Meiner Beobachtung nach trifft der "Gras/Heubauch" neben der Typsache auch gerne auf Pferde zu, die nicht gut im Training stehen.
Hat das Pferd durch entsprechendes Training eine gute Bauchmuskulatur aufgebaut, hängt der Bauch nicht so durch. Außerdem ist die Verdauung aktiver als bei einem "Rumstehpferd".

Wenn dein Pferd wirklich speckig ist, dann bitte auf gar keinen Fall Luzerne oder Heucobs zufüttern, die sind viel zu energiehaltig.

Manche Rassen kommen mit vermeintlich irre "wenig" aus.
Ich hab ja zwei Robustponies und die kriegen außer gescheitem Mineralfutter und momentan Heu am Stiel (juchu!!!) und in den Boxen Heu im Netz gar nix.
Und glaub mir, die würden selbst bei ordentlichem Arbeitspensum mit Wiese ohne Maulkorb und Heu/Stroh zur freien Verfügung platzen. Soviel kann man gar nicht reiten.

Das muss jetzt nicht unbedingt auf dein Pferd zutreffen - ich würde mich nur wirklich hüten, in ein zu Dicklichkeit neigendes Pferd mehr Kalorien reinzustopfen, als nötig. Denn die Zusatzkilos sind unfassbar schwer wegzutrainieren und die Liste der Folgeerkrankungen ist leider sehr lang.

Nachtrag: Achso und zum Thema Nährstoffgehalt von Koppeln: Der Fruktangehalt schwankt über den Tag/die Nacht erheblich, je nach Wetterlage, Mineralversorgung im Boden, etc. Es ist nicht besoners repräsentativ, vereinzelte Grasproben einzuschicken. Das müsste man schon über mehrere Tage nach einem festgelegten Probenahmeprozedere durchziehen, damit man mit den Ergebnissen was anfangen kann.

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Vignir
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BeitragVerfasst am: Fr, 03. Aug 2018 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

@ littlesheep: Ein richtiger Blähbauch hat doch nichts mit einem durch Rauhfutter gut gefüllten Darm zu tun? Im Gegenteil! Ein unerwünschter Blähbauch entsteht z.B., wenn ein Pferd viel und schnell Kraftfutter verschlingt. Dieses wird nicht korrekt zermahlen, der Speisebrei wird demnach nicht mit genug Speichel durchsetzt, der pH-Wert des Breis ist deutlich zu hoch und so gelangt viel unverdaute Stärke und Eiweiß schnell in den Dünndarm und führt dort zu Aufgasungen.
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Lilith79
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BeitragVerfasst am: Fr, 03. Aug 2018 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, aber das ist auch nicht immer so einfach zu unterscheiden, ob der Bauch aufgebläht ist oder einfach nur normal gut gefüllt oder mit Wassereinlagerungen aufgeschwemmt. Kann man nur im Einzelfall am jeweiligen Pferd sehen und ich finde da braucht man selbst beim eigenen Pferd durchaus einige Zeit bis man das wirklich zuverlässig beurteilen kann. Ich glaub wir werfen hier zu viel durcheinander grad Very Happy

Man kann auch schlecht leichtfuttrige Robustpferde mit schwerfuttrigen Warmblütern vergleichen, wenn es darum geht ob Raufutter dick macht.

Ich mach ja grad den Basiskurs von Conny Röhm, die erwähnte da im ersten Teil auch, dass je nach Pferde-"Ur"-typ die Pferde auch ein ganz unterschiedliches "Fassungsvermögen" haben, sehr breite rundrippige Pferde können sehr viel mehr Heu/Stroh/Gras aufnehmen als schmalrippige Pferdetypen und dass diese Pferde deswegen bei freier Verfügung auch sehr viel länger und mehr fressen bevor sie eine Fresspause machen, ich denke das wirkt sich auch optisch sicher aus und muss in der Beurteilung mit einbezogen werden.
Da sieht ein normal gut gefüllter Bauch vermutlich auch schon anders aus als bei einem schmalrippigen Pferd. Darüber hatte ich mir bisher auch wenig Gedanken gemacht.

Ich hab schon auch die Erfahrung gemacht, dass Pferde die wirklich 24h Heu in der Raufe haben, z.B. Rundballen (egal ob mit oder ohne Netz), auch ohne "aufgebläht" zu sein, über 24h hinweg immer einen etwas dickeren Bauch haben als Pferde die portioniert gefüttert werden, allein weil erstere sicher immer eher so viel fressen dass ihr Darm immer gut gefüllt ist. Das ist dann kein ungesunder Bauch und auch kein Blähbauch, aber wenn man jetzt sehr sportlich reiten will, ist das sicher trotzdem durchaus ein Nachteil (ich kann auch keinen Sport machen wenn ich mich 1h vorher mit Nudeln oder Pizza vollgefressen habe).

Und ich seh das auch bei uns am Hof an den unterschiedlichen Pferdetypen, bei uns gibt es mehrere Offenstall-Kleingruppen, die Rundballen mit Netzen haben, das ist so unterschiedlich wie das "ansetzt".
Der 29-jährige Quarter sieht wirklich top aus, nicht zu dünn, nicht aufgebläht, nicht dickt. Die Araber-Mix-Stute sieht trotzdem immer zu dünn aus. Die Kleinpferde und Kaltblüter sind schon tendenziell etwas moppelig, aber es geht schon noch. Von unsren Isländern weiß ich die würden explodieren. Von den Isis kriegt auch keiner 24h Heu im Rundballen. Das klappt einfach nicht, auch wenn das Heu nicht mal besonders energiereich ist. Von dem her ist das mit so unterschiedlichen Pferdetypen die hier als Beispiele gebracth werden, einfach schwierig zu vergleichen.

Und das Heu macht auch noch so viel aus...ich war neulich mal wieder am alten Stall zu Besuch, wo der SB so hochleistungsgräser Heu macht und 75% der Pferde sahen aus wie Rollmöpse. Das Schlimme ist, dass man wenn man selbst dort steht, dann auch den Blick für "normal" verliert, wir haben neulich mal Fotos von unsrem Wallach von damals angeguckt, der war da im Vergleich zu heute auch geradezu fett...damals am Stall kam er uns maximal etwas "barock" vor.
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Finchen
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BeitragVerfasst am: Sa, 04. Aug 2018 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

@littlesheep:
Der Aussage zu dicken Pferden auf gar keinen Fall Heucobs oder Luzerne zu füttern kann ich nicht zustimmen. Hat das Heu keinen ausreichenden Proteinanteil muss das Missverhältnis ja irgendwie ausgeglichen werden. Oder das Pferd bekommt so viel Heu, dass Protein gesichert ist, wird dafür viel zu fett weil es mehr als benötigt KJ aufnimmt.
Grade Robustrassen partout ohne Getreide oder andere Proteinquelle zu füttern geht eben schnell nach hinten los.

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Klassikfjord
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BeitragVerfasst am: Sa, 04. Aug 2018 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Nee, ich hab das geschrieben, nicht littlesheep Wink.

Das ist wohl eine Glaubenssache.

Meine Ponies haben noch nie eiweisshaltiges Futter bekommen, stehen super im Lack, die Große ist bei ordentlichem Training top bemuskelt, die kleine steht auch gut da.
Fellwechsel super, Hufe hart und unkaputtbar, Blutbilder immer super. Ich sehe keinen Anlass, Getreide o.ä.hinzuzufüttern.

Oder wie meintest du "das kann nach hinten losgehen"?

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Finchen
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BeitragVerfasst am: Sa, 04. Aug 2018 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Klassikfjord hat Folgendes geschrieben:
Nee, ich hab das geschrieben, nicht littlesheep Wink.

Das ist wohl eine Glaubenssache.

Meine Ponies haben noch nie eiweisshaltiges Futter bekommen, stehen super im Lack, die Große ist bei ordentlichem Training top bemuskelt, die kleine steht auch gut da.
Fellwechsel super, Hufe hart und unkaputtbar, Blutbilder immer super. Ich sehe keinen Anlass, Getreide o.ä.hinzuzufüttern.

Oder wie meintest du "das kann nach hinten losgehen"?


Ooooh, am Handy nicht richtig geschaut, sorry.

Wenn über längere Zeit die Futterquellen permanent zu viel MJ in Relation zum Protein enthält, wird das den Stoffwechsel ungünstig beeinflussen. Passt es im Heu, Gras etc. ist das ja super, aber man sollte es eben im Blick haben. Mit Glauben hat es ja recht wenig zu tun, wie in etwa eben auch die Relation MJ zu Protein sein soll - unwichtig ist Protein ja nicht fürs so ein Pferd. Wink

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