Sperrriemen Pro und Contra

Rund um die klassische Reitkunst

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summer
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Beitrag von summer »

Ich muss mich jetzt auch mal wieder melden :)

Ich reite mein Stritzi derzeit auch mit Sperrriemen (so locker verschnallt, dass ich ihn über das Kinn ziehen kann, ohne ihn zu öffnen, auch das Reithalfter ist mehr Deko lt. Trainer)

Warum?
Weil er prinzipiell gerne büffelt (das hatten wir schon fast komplett abgestellt) und ich leider eine MR hatte (bin leider zu spät draufgekommen und nach meinem Urlaub hätte ich erstmal heulen können, alles war zunichte gemacht) die das gemacht hat, was bei ihm Gift ist: hinten mit den Schenkeln quetschen und vorne halten (ist mir vorher nie so aufgefallen, weil ich doch die meiste Zeit geritten bin und unbewusst korrigiert habe) - Ergebnis: Schenkel deinstalliert und vorne voll gegen die Hand gebüffelt und gezogen - ohne Sperrriemen habe ich da keine Chance gehabt - ich hätte deutlich mehr Einwirkung mit der Hand gebraucht, als ich eigentlich will - mit Sperrriemen ist es im Moment für mich viel einfacher ihn mit so wenig Handeinwirkung wie möglich zu reiten und er geht auch deutlich zufriedener mit als ohne (ich versuche immer wieder ihn wegzulassen) - sobald er wieder konstant in der Anlehnung ist, wird der Sperrriemen wieder wegkommen und dann evt. auch wieder das Reithalfter.
Wahrscheinlich könnte ein besserer Ausbilder das alles auch komplett ohne Reithalfter erreichen - ich aber nicht und leider muss mein Pferd mit mir auskommen (natürlich haben wir einen Trainer, bevor diesbezüglich Diskussionen auftreten, dieser rät mir auch DERZEIT mit dem Sperrriemen zu reiten) - und warum sollte ich mir nicht behelfen (und meinem Pferd auch - ihm sind sicher leichte Handeinwirkung und locker verschnallter Riemen lieber, als kein Riemen und viel Handeinwirkung - er zeigt dies auch deutlich)?
Mit dieser Zäumung ist er jetzt zum Glück wieder recht konstant und fein in der Anlehnung (kaut auch ab) - also gehe ich davon aus, dass es FÜR DEN MOMENT so passt - das heißt nicht, dass ich das nicht ändern will und werde (schließlich waren wir schon soweit, dass es ohne Reithalfter ging) :wink:
cajujo
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Beitrag von cajujo »

Moin, Phantasie, das eine der beiden Gebisse ist eine Kandare mit einer heute bizarr anmutenden Zungenfreiheit.
So was ähnliches wie die historische Kandare kenne ich heute unter Spade Bit.
Ware Kunstwerke für Liebhaber und manche Altkalifornier.
Interessant wäre ob damals auf die Ballance solcher Teile geachtet wurde. Auf dem Bild sieht es so aus als ob es immer am Gaumen schrammelt.

http://www.peisker-ranch.de/downloads/D ... de_Bit.pdf

In Südamerika sind ähnliche Varianten gebräuchlich. Mir fällt leider gerade nicht ein wie sie dort heißen. Übersetzt aber wohl Bremsbacke. :?
bubi9191
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Beitrag von bubi9191 »

Ich möchte mal einen anderen Punkt beleuchten.

Ich bin jemand, der Reithalfter sehr locker verschnallt.
Schon immer.
Mein Pony wurde zuhause immer ohne Sperrriemen geritten, auf dem Turnier hatten wir ein hannoveranisches Reithalfter (Springen).

Meine jetzige Stute kommt weder mit dem englischen, noch mit dem englisch-kombinierten klar.
Das ist jetzt nicht die Frage des Sperriemens.
Zum einen ist es ihr einfach unangenehm der Nasenriemen an den Backenzähnen.
Zum anderen ist sie sehr empfindlich.
Es reicht schon, wenn ich sie mit Trense führe. Dazu muss man sagen, dass mein Pferd micht NICHT überholt.
Okay, als besseres Beispiel nehmen wir freilaufen mit Trense und Nasenriemen. Mache ich das zwei Tage hintereinander wird sie wund. OHNE dass jemand an den Zügeln zieht oder Ähnliches.
Warum weiß ich nicht. Überempfindlich, vielleicht spielt sie mit dem Gebiss,...
Es ist jedenfalls so.

Wir reiten jetzt mit mexikanischem Reithalfter. Der untere Riemen (quasi Sperriemen) ist dabei so locker, dass ich ihn übers Kinn ausziehen könnte ohne die Schnalle zu öffnen. An dem Punkt auf der Nase passen locker 2 Finger zwischen.
Mein Pferd ist damit sehr zufrieden. Für mich gibt es also keine Alternative.


Ich sehe einen Vorteil beim Sperriemen noch daran, dass bei Pferden, die stark sperren oder kauen (es gibt solche Pferde! Die machen das u.U. auch, wenn man kaum Druck hat o.Ä. Ich rede jetzt nicht davon Pferde die sich wehren weil man wie wild im Maul rumzieht).
Mein Pony war so ein Kandidat. Der hat gekaut und dabei sein Maul weit geöffnet. Gestresst war er nie, jedenfalls kam er mir immer ganz entspannt vor.

So, jedenfalls kann ein Sperriemen das Verrutschen des Gebisses verhindern, indem ein Gebissring durch den Sperriemen eine Begrenzung hat.

Ja, ihr könnt gerne wieder sagen "wenn es soweit schon kommt", ich rede hier aber von einem Vorteil, der nunmal ein Vorteil ist gegenüber dem Reiten ohne Sperriemen. Für wen das jetzt gilt ist erstmal außen vorgelassen.

Ich finde diese Diskussion traurig. Solange Pferde korrekt geritten, gehalten und gepflegt werden, zufrieden sind und glücklich - ist es da nicht egal, ob es ein Stück mehr Leder am Kopf trägt oder nicht?

Diese Diskussionen kann man doch ewig fortführen. Sie gehen dann darauf zurück pro/contra "ein Pferd reiten", pro/contra "Kandare", pro/contra Gebiss, pro/contra Sattelbaum, pro/contra Eindecken, pro/contra Springen, pro/contra Sonstiges.

Es ist einfach so, dass Menschen unterschiedliche Ansichten haben und unterschiedliche Meinung. Sich austauschen, Denkanstöße holen, etc. finde ich völlig ok; aber es scheint mir als versuchen einige hier die grundsätzliche Meinung und Einstellung eines anderen als falsch abzutun und/oder zu ändern.
Das sollte nicht so sein!
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summer
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Beitrag von summer »

Letztlich hat ohnehin das Pferd das letzte Wort - denn dieses zeigt uns - mehr oder weniger offensichtlich - ob es sich wohlfühlt oder nicht.
Wir müssen es nicht nur erkennen, sondern auch richtig interpretieren und manchmal auch einsehen, dass es nicht immer mit unseren Vorstellungen/Wünschen konform geht und dann müssen wir uns darauf einstellen.

Um wieder zum Thema zurück zu kommen - derzeit ist mein Pferd ohne Reithalfter deutlich mauliger und büffeliger als mit - also reite ich derzeit mit, weil er damit offensichtlich zufriedener ist.

Schenkeltrense (mit und ohne Feststellriemchen) mag meiner z.b. gar nicht (auch wenn sie mir vom Verständnis her sympathisch ist - weil seitliche Begrenzung/ruhige Lage) - ebensowenig Olivenkopf- oder D-Trense - da büffelt er auch extrem - mit ner stinknormalen doppelt gebrochenen Wassertrense oder Robarth Trense läufts gut.
saltandpepper

Beitrag von saltandpepper »

Cubano hat geschrieben:Und ich behaupte mal, dass hier auch von der Benutzung des Sperrriemens auf Methode, sogar Einstellung zum Pferd geschlossen wird...
Das mag sicher für viele gelten.
Allerdings ist die Verwendung eines kombinierten Reithalfters für mich kein Grund den Reiter abzulehnen, da braucht es dannn wirklich schon etwas mehr :wink: . Nehmen wir als Beispiel Marquisa :
Was sie und ihr Mann da mit den Pferden treiben- und zwar explizit auch mit den Jungen, finde ich konsequent, schlüssig, von Wissen und Können geprägt und von wohlwollender Achtsamkeit gegenüber ihren Pferden. Das bedeutet nicht, dass ich alles genau so machen würde- wie langweilig wäre es, wenn nicht jeder eine eigene Vorgehensweise entwickeln würde- aber ich hätte zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Bedenken, die beiden weiter zu empfehlen. Und ob sie nun einen Lederriemen mehr oder weniger an ihre geliebten Zausel binden ist mir in diesem Fall, da ich überzeugt davon bin, dass dies nicht missbräuchlich geschieht, geradezu wurscht.

Die Entwicklung der Pferde und ihr Ausdruck bei der Arbeit sprechen für sich. Natürlich liegt der Schwerpunkt auf Tuniersport und den damit verbundenen Umständen / Zielen und bedingt auch Vorgehensweisen, aber - und das weiß ich- nicht um jeden Preis. Hier kommt das Pferd als erstes !
Hier stimmt die Ethik und damit habe ich hier auch wenn ein Sperriemen dranhängt, keine Bauchschmerzen.
Man sollte sich immer den Einzelfall anschauen !
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marquisa
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Beitrag von marquisa »

saltandpepper hat geschrieben:
Cubano hat geschrieben:Und ich behaupte mal, dass hier auch von der Benutzung des Sperrriemens auf Methode, sogar Einstellung zum Pferd geschlossen wird...
Das mag sicher für viele gelten.
Allerdings ist die Verwendung eines kombinierten Reithalfters für mich kein Grund den Reiter abzulehnen, da braucht es dannn wirklich schon etwas mehr :wink: . Nehmen wir als Beispiel Marquisa :
Was sie und ihr Mann da mit den Pferden treiben- und zwar explizit auch mit den Jungen, finde ich konsequent, schlüssig, von Wissen und Können geprägt und von wohlwollender Achtsamkeit gegenüber ihren Pferden. Das bedeutet nicht, dass ich alles genau so machen würde- wie langweilig wäre es, wenn nicht jeder eine eigene Vorgehensweise entwickeln würde- aber ich hätte zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Bedenken, die beiden weiter zu empfehlen. Und ob sie nun einen Lederriemen mehr oder weniger an ihre geliebten Zausel binden ist mir in diesem Fall, da ich überzeugt davon bin, dass dies nicht missbräuchlich geschieht, geradezu wurscht.

Die Entwicklung der Pferde und ihr Ausdruck bei der Arbeit sprechen für sich. Natürlich liegt der Schwerpunkt auf Tuniersport und den damit verbundenen Umständen / Zielen und bedingt auch Vorgehensweisen, aber - und das weiß ich- nicht um jeden Preis. Hier kommt das Pferd als erstes !
Hier stimmt die Ethik und damit habe ich hier auch wenn ein Sperriemen dranhängt, keine Bauchschmerzen.
Man sollte sich immer den Einzelfall anschauen !
Vielen Dank,das ehrt uns sehr! :love:
geolina
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Beitrag von geolina »

Cubano hat geschrieben:Und ich behaupte mal, dass hier auch von der Benutzung des Sperrriemens auf Methode, sogar Einstellung zum Pferd geschlossen wird...
das glaube ich auch - wie sonst kann man sich erklären, dass sich ständig jemand erklären muss, nur weil er/ sie es sich anmaßt ein teilchen leder mehr einzuschnallen?

ich reite derzeit ohne. einfach weil das teil meiner rb mal abfiel beim reiten. dat ding war also so zugeknallt ;), dass es tatsächlich herunterfiel und das fiel meiner rb beim reiten nicht auf. ergo hatte es auch nicht so wirklich viel nutzen. mir ist beim reiten kein unterschied aufgefallen, aber man putzt die trense einfach viel schneller, wenn dieses zugesabberte ding nicht dran ist.

ergo hab ich mir die neue gleich ohne gekauft.

warum also diese aufregung um dieses lederteil?

einfach weil das ein unterschied ist, der sehr augenfällig ist?

wer im übrigen überzeugt ist, dass es schon reicht den sperrriemen rauszunehmen, um ein besserer mensch zu werden, den lade ich zu uns in den stall ein. ist bei uns nun en vogue ohne sperrriemen zu reiten, ein s-pferd sogar ganz ohne nasenriemen (doch doch, fn auch platziert in s ;), ganz ohne unsinn):

wer vorher mit sperrriemen gut ritt, reitet auch ohne gut (z.b. die dame mit dem s-pferd ;) ). diejenigen, die vorher mit nur herumzogen tun das nun eben ohne.

und kommt mir nicht mit, nun kann das pferd wenigstens zeigen was es davon hält. davon hat es nämlich nichts. ob es nun nur 4cm sperren kann, weil dann der riemen kommt oder das maul aufreißen bis zum geht nicht mehr und damit dat gebiss voll in den maulwinkeln hängt - also ich hab noch kein pferd gesehen, das nun glücklicher wirkt.

ist so und so bei einigen halt gruseligst und bei anderen schön.

alex
irgendwann wird`s schon nach reiten aussehen - irgendwann ...
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Medusa888
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Beitrag von Medusa888 »

Phanja hat geschrieben:Schon klar, dass dann der Sperrriemen für die Kosmetik toll ist.
Mir erschließt sich nicht, wie es einem Lebewesen in irgendeiner Form helfen soll, ihm den Mund zuzubinden. *schulterzuck*
Für mich sind das alles Ausreden und Schönheitsargumente für etwas, dass sich für mein Gefühl einfach nicht gehört.
Mag sein, dass ich da eine extreme Ansicht vertrete - aber ich vertrete eben das, was sich für mich als richtig anfühlt.
Keins meiner eigenen Pferde und keins meiner Schülerpferde brauchte bisher einen Sperrriemen, um den Unterkiefer zu entspannen und losgelassen gehen zu können.
Da er ja nicht mehr kann, soll ich von Sabrell mal fragen, wieso Du auf dem Foto auf Deiner Website einen Nasenriemen/Cavecon auf dem Pferd hast, wenn Du dem Lebewesen doch nicht den Mund zubinden willst, egal wie locker.
Talent bedeutet Energie und Ausdauer. Weiter nichts. (Heinrich Schliemann, Entdecker Trojas)
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Beitrag von Motte »

geolina hat geschrieben:
und kommt mir nicht mit, nun kann das pferd wenigstens zeigen was es davon hält. davon hat es nämlich nichts. ob es nun nur 4cm sperren kann, weil dann der riemen kommt oder das maul aufreißen bis zum geht nicht mehr und damit dat gebiss voll in den maulwinkeln hängt - also ich hab noch kein pferd gesehen, das nun glücklicher wirkt.

ist so und so bei einigen halt gruseligst und bei anderen schön.

alex
Wer erst dann mitkriegt, das irgendwas nicht richtig "rund" läuft, wenn das Pferd das Maul sperrt, hat noch ganz andere Probleme.
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Spielnase
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Beitrag von Spielnase »

Medusa, ich glaube, das ist ein Cavemore. Und gebisslos ohne Nasenriemen wird dosch schon (wie soll ich sagen) schwierig? :lol:
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-Tanja-
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Beitrag von -Tanja- »

Medusa888 hat geschrieben:
Phanja hat geschrieben:Schon klar, dass dann der Sperrriemen für die Kosmetik toll ist.
Mir erschließt sich nicht, wie es einem Lebewesen in irgendeiner Form helfen soll, ihm den Mund zuzubinden. *schulterzuck*
Für mich sind das alles Ausreden und Schönheitsargumente für etwas, dass sich für mein Gefühl einfach nicht gehört.
Mag sein, dass ich da eine extreme Ansicht vertrete - aber ich vertrete eben das, was sich für mich als richtig anfühlt.
Keins meiner eigenen Pferde und keins meiner Schülerpferde brauchte bisher einen Sperrriemen, um den Unterkiefer zu entspannen und losgelassen gehen zu können.
Da er ja nicht mehr kann, soll ich von Sabrell mal fragen, wieso Du auf dem Foto auf Deiner Website einen Nasenriemen/Cavecon auf dem Pferd hast, wenn Du dem Lebewesen doch nicht den Mund zubinden willst, egal wie locker.
Er braucht wohl immer seine Handlanger... Er könnte Phanja auch direkt über ihre hp kontaktieren. Aber wenn er nicht mal das kann? :lol:
lg, Tanja

Reiten ist nicht weiter schwierig, solange man nichts davon versteht.
Aus: "Vollendete Reitkunst", Dr. Udo Bürger, 1959
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Beitrag von Ulrike »

marquisa hat geschrieben: Dahinter stehen individuelle Erfahrungen und Konzepte,teilweise sogar andere Zielvorstellungen.
Das Kauthema ist auch so ein heißes Eisen,was für den einen eine sehr gute Maultätigkeit,bedeutet für den anderen vielleicht Kampfkauen oder Sperren.Aber derlei Abwehrreaktionen sollte der Ausbilder im Hintern spüren.

Moin,

da wollte ich doch noch mal marquisas Gesamtkonzept hervorheben, denn das wird gerne bei zu detaillierten Diskussionen vergessen-
Abwehrreaktionen sollte der Ausbilder im Hintern spüren.

Damit kann marquisa mit oder ohne Sperriemen arbeiten, sie spürt die Problematiken im Hintern, scheinbar kaum oder wenig in der Hand!

Ein HOCH auf solch einen Hintern, meiner ist da sehr grobmotorisch. :lol:

Immer nur einen Aspekt der Ausbildung zerreden, nutzt nichts, das Gesamte muss gesehen werden und dann kann diskutiert werden.


Also, ein Sperriemen mit einem fühlenden Hintern kann nur ein Traum vieler Pferde sein.

Meine werden auch ohne geritten, aber, wenn korrekt verschnallt und gut gefühlt wird, was kann dann noch dagegen sprechen?



LG Ulrike
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summer
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Beitrag von summer »

Ulrike hat geschrieben:
marquisa hat geschrieben: Dahinter stehen individuelle Erfahrungen und Konzepte,teilweise sogar andere Zielvorstellungen.
Das Kauthema ist auch so ein heißes Eisen,was für den einen eine sehr gute Maultätigkeit,bedeutet für den anderen vielleicht Kampfkauen oder Sperren.Aber derlei Abwehrreaktionen sollte der Ausbilder im Hintern spüren.

Moin,

da wollte ich doch noch mal marquisas Gesamtkonzept hervorheben, denn das wird gerne bei zu detaillierten Diskussionen vergessen-
Abwehrreaktionen sollte der Ausbilder im Hintern spüren.

Damit kann marquisa mit oder ohne Sperriemen arbeiten, sie spürt die Problematiken im Hintern, scheinbar kaum oder wenig in der Hand!

Ein HOCH auf solch einen Hintern, meiner ist da sehr grobmotorisch. :lol:

Immer nur einen Aspekt der Ausbildung zerreden, nutzt nichts, das Gesamte muss gesehen werden und dann kann diskutiert werden.


Also, ein Sperriemen mit einem fühlenden Hintern kann nur ein Traum vieler Pferde sein.

Meine werden auch ohne geritten, aber, wenn korrekt verschnallt und gut gefühlt wird, was kann dann noch dagegen sprechen?



LG Ulrike
DANKE :love:

dieses pauschale und unreflektierte "wenn man DAS macht ist man ganz böse uns schlecht und macht überhaupt alles falsch und wenn man DIESES macht ist alles richtig" - vollkommen egal wie der Gesamteindruck des Pferdes und seiner Ausbildung ist - kann ich kaum mehr hören oder lesen!
Es gibt da und dort gutes sowie schlechtes Reiten - dies an bestimmten Ausrüstungsgegenständen oder Gesinnungen (französisch/klassisch/fn/western/usw usf) oder anderem festzumachen ist einfach falsch.

Wichtiger wäre es wenn der Reiter sich selbst und sein Handeln immer wieder hinterfragt - jeder macht Fehler, aber so kommt man doch eher früher als später drauf und kann gegensteuern.

Das ist aber OT - und ich lasse das philosophieren wieder :wink:
Donna
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Beitrag von Donna »

ein viel zu eng gezogenen Nasenriemen verursacht Schmerzen und verhindert Sperren ebenso wie ein Sperriemen wusstet ihr das nicht ? Egal ob Sperren oder Nasenriemen ,korrekt verschnallt bitte.
Ganz ohne Sperr und Nasenriemen hat das Pferd eine Chance dem Schmerz den die Hand verursachen kann zu entgehen ,liebe Alex ,durch das Aufmachen des Mauls.Das ist nachgewiesen worden .Tsss von wegen es bringt dem Pferd nichts.Das sollte Allgemeinwissen sein ,es sind mehr als 10 j alte Forschungsergebnisse.
Goldener Hintern sollte auf einem fortgeschrittenen Pferd ohne Sperr und Nasenriemen im Viereck auskommen. Aber mit korrekt verschnallten habe ich kein Problem und denke auch nichts negatives.
esge
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Beitrag von esge »

Leuten, die mit Sperrriemen in meinen Unterricht kommen schlage ich normalerweise vor, es mal ohne zu probieren. Machen sie dabei die Erfahrung, dass das Pferd unterschiedslos zu "mit" läuft, frage ich meist, warum sie dann ein Teil, das sie im Grunde nicht brauchen, putzen wollen... :wink:
Loslassen hilft
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