Working Equitation Erfahrungsaustausch

Rund um die klassische Reitkunst

Moderatoren: Julia, ninischi, Janina

grisu
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Beitrag von grisu »

Mein erster Rinderkurs:
Die wichtigste Erkenntnis am ersten Tag:
Stelle deine Kamera außerhalb der Reichweite der Rindviecher
8)

https://www.youtube.com/watch?v=f0KNcC6QByo

Rabea
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Beitrag von Rabea »

Das könnte hilfreich sein :lol:

grisu
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Beitrag von grisu »

Zweiter Tag:
Das Ziel dieses Kurses war für mich, etwas zu finden, was meiner kleinen Stute Spaß macht. Sie klemmt manchmal immer noch ein bisschen und ist nicht ganz einfach zu motivieren. Meine Hoffnung ist, dass die Aufgaben in der WE für sie einen Sinn ergeben, so dass sie motiviert ist, noch mehr mitzumachen.

Glücklicherweise hatte die Kamera die Kuhattacke überlebt - am zweiten Tag kam sie wieder zum Einsatz. Schön ist es noch nicht, aber das Aussortieren hat schon gut geklappt und sie hatte sichtlich Freude an der „ Verfolgung“. Sie war nach den Einsätzen am Rind sichtlich stolz :D

https://m.youtube.com/watch?v=RA1ts2KRU7M

xelape

Beitrag von xelape »

:lol: :lol: :lol: :lol:
schönes ersten Kuhvideo - und sehr erfreulich dass die Kamera überlegt hat.

Das Video von Deinem Stuti.. :P da sieht sie schon sehr sehr motiviert auf. Scheint die richtige Strategie zu sein :) TOLL

Vignir

Beitrag von Vignir »

Sehr "kuhles" Video!!!! :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Und wie gut, daß die Kamera das überlebt hat, sonst hätte es das zweite Video ja nicht gegeben. Sieht schon richtig gut aus! :D

Ich hab zwar "nur" Isländer, die ja irgendwo auch Arbeitspferde sind, auch wenn es i.d.R. Arbeit am Schaf ist, aber ich stehe auch total auf WE und hab schon zwei Kurse mitgemacht und mehrere Unterrichtsstunden. Die Spezialität meines Schimmels ist Ringstechen vom Stier (im Galopp natürlich) und das Tor rückwärts: da brauche ich nur zu denken und er macht genau, was er soll. Das findet er richtig klasse und durch die WE hat sich ihm der Sinn der Dressurarbeit überhaupt erst erschlossen.

Mein Youngster findet Brücke toll (takka-takka :lol: ), Tor, Pylonen und einfach nur Spaß haben! Da er sehr rinderaffin ist (er "arbeitet" immer im Paddock mit, wenn die Rinder von den umliegenden Wiesen umgeweidet werden), träume ich davon, irgendwann mal einen Rinderkurs mit ihm zu machen! (Man muß ja Träume haben... :wink: )

grisu
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Beitrag von grisu »

@xelape und vignir
Vielen Dank für die netten Worte :) Ich bin echt stolz auf meinen kleinen Renn-Diesel und bekomme auch heute das verstrahlte Grinsen nicht aus dem Gesicht.

Gestern bin ich mit der kleinen Maus nur eine große Runde Gassi gegangen und habe heute nach einer großen Schrittrunde noch ein bisschen auf dem Platz gearbeitet. Es scheint, wir haben den "Go" ein bisschen mitgenommen (freu).
Jetzt bin ich gespannt auf morgen früh. Mittwochs steht immer der Parcours von der Dienstags-Springstunde, den ich mir immer auf Trabstangen und Sprünge auf Mini-Hopser-Niveau bastle und ein bisschen hüpfe.

Der nächste Kurs wird sich um Trailreiten drehen. Das macht sie grundsätzlich sehr anständig, aber wie immer im (Reiter-)Leben sind nicht die Hindernisse an sich, sondern die noch ungenügende Rittigkeit der begrenzende Faktor (sprich die Reiterin) :?

amara
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Beitrag von amara »

Megaklasse, grisu!!! Das schaut ja richtig genial aus (und über das erste Video hab ich ja sehr gelacht, wollte sie das Ding fressen???).
Und ich finde deine Stute richtig richtig mutig! Obendrein sehr motiviert, nach Trantüte schaut das ja gar nicht aus... Oh - und noch besser, wenn es sogar weiter "wirkt", ist ja dann wirklich die richtige Strategie gewesen. 8) 8)

Klassikfjord
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Beitrag von Klassikfjord »

Supercool! Wechselt dein kleiner Porsche da nebenbei mehrmals fliegend? :shock:

Sieht nach einer Mordsgaudi aus. :D
Ponyreiter aus Überzeugung

grisu
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Beitrag von grisu »

@amara: Vielen Dank, irgendwie ist bei dem Kurs ein Knopf bei ihr aufgegangen:
Am Mittwoch hat sie die Sprüng(chen) angezogen, war gestern beim Dressurreiten ehrlich vorm Bein und heute ist sie mit Elan mit mir die Hügel hochgaloppiert. Es ist so ein bisschen, als hätten wir die Bremse gelöst. Morgen longiere ich sie ein bisschen und dann gibts einen langen Koppelnachmittag mit meiner alten Stute (die übrigens mit ihren 31 Jahren immer noch eine kleine Rennsemmel ist:

https://www.youtube.com/watch?v=uG37zn7-VQA

@Klassikfjord: Ja, tatsächlich - ich konnte es selbst kaum glauben :shock:

xelape

Beitrag von xelape »

Die Rennsemmel ist 31 :shock: :shock: :shock:
WOW - das ist ja der Hammer... wir sie angeflitzt kommt, und guckt.
Sehr sehr toll... die alte Lady.

Aber mit so einem Pferd vorher, ist vermutlich jedes andere "langsam".
Insofern schön, dass es bei Euch nun so voran geht..

grisu
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Beitrag von grisu »

xelape hat geschrieben:Die Rennsemmel ist 31 :shock: :shock: :shock:
WOW - das ist ja der Hammer... wir sie angeflitzt kommt, und guckt.
Sehr sehr toll... die alte Lady.

Aber mit so einem Pferd vorher, ist vermutlich jedes andere "langsam".
Insofern schön, dass es bei Euch nun so voran geht..
Ja, ich glaube, das Problem liegt tatsächlich zu einem großen Teil bei mir, ich habe bei der Kleinen immer das Gefühl, dass sie nicht richtig zieht. Auf der anderen Seite finde ich sie einfach toll, weil sie echt cool und supervernünftig ist.
Ich bin viel "Sportpferde", aber auch alles, was es heute sonst noch so gibt - Traber, Friesen, Lusitanos, PRE, Haflinger - geritten und bei den meisten war die Zündung nicht das Problem. Die einzigen etwas "zäheren" Vertreter waren ein Friese und ein Lusitano, die echt meine Nerven strapaziert haben. Ich kann da nicht so gut mit, ist vielleicht ganz gut, dass ich mich damit auseinandersetzen muss - so zur Persönlichkeitsentwicklung und so ;)

Glücklicherweise reite ich momentan noch eine sehr wache WB-Stute mit gutem Springblut und einen jungen fröhlichen Tinker, der noch in der Grundausbildung ist - wenn man ganz verschiedene Pferde hat, beißt man sich nicht so fest (ist auf jeden Fall bei mir so).

Und stimmt: Bei meiner kleinen Flitzemaus war immer eher die Regulierung der Brennstufen das Thema ;)

amara
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Beitrag von amara »

Gestern eingebaut:

2 Springständer in die Mitte. Immer in den Ständern halten, aus dem Stand wahlweise links oder rechts angaloppieren, oder Schritt, Trab, rückwärts treten.
Puh, obwohl wir wenig galoppiert sind, war das sehr anstrengend, man muss ja dann gut zuhören und auch als Reiter darf man keine Muster zulassen. Immer wieder Übertreten um einen Ständer herum.


Ich fand das jetzt alles mit den Ständern viel einfacher als "irgendwo" in der Halle.

grisu
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Beitrag von grisu »

Heute habe ich auch ein bisschen Mikado gespielt:
Stangen L zum Rückwärtsrichten und zwei große Pylonen zum Kreiseln, Übertreten etc.
Das Pony hat schön mitgemacht und durfte als Belohnung mit ihrer Freundin ausführlich raus.
Ich hätte noch vor zwei Monaten nicht geglaubt, dass ich sie so flüssig rückwärts „um die Ecke“ reiten kann. Genauso hätte ich nicht gedacht, dass sie so mobil und wach werden würde - nicht so viel zögern und zweifeln, sondern einfach machen hilft manchmal doch ...

Vorgestern bin ich sie mal einhändig geritten, weil ich das Gefühl habe, dass ich sie links im Galopp immer wieder mal blockiere. Der Effekt war sehr gut, aber ich hab mal ne dämliche Frage: Wie führt ihr die Zügel, wenn ihr auf Trense einhändig reitet?

Fanny
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Beitrag von Fanny »

Ich liebe Working Equitation. Habe mit meinem Spanier schon mehrere Kurse bei Mihai Maldea gemacht, die uns sehr weiter gebracht haben. Sowohl im Dressur- als auch im Trail-Teil. Zuhause baue ich mir immer nur mal ein Hindernis auf, was ich dann öfter übe. Im August haben wir endlich den ersten Rinder-Kurs (leider nicht mit Fokus WE).
Leider gibt es bei uns in der Gegend kaum Trainer, Mihai kommt nur alle paar Monate mal...

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