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Ich verzweifle mit meinem Pferd und an mir selbst
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Tinker2012
User

Alter: 18

Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldedatum: 04.08.2016
Beiträge: 5
Wohnort: Schweinfurt

BeitragVerfasst am: Di, 09. Aug 2016 10:08    Titel: Ich verzweifle mit meinem Pferd und an mir selbst Antworten mit Zitat

Hallo Smile

Achtung,könnte länger werden... Embarassed Embarassed

Seit nunmehr vier Jahren und ein paar Monaten bin ich Besitzerin eines mittlerweile ca. achtjährigen Tinkerwallachs.
Leider bin ich jetzt an einem Punkt mit ihm,wo ich einfach nicht mehr weiterweiß. Aber jetzt möchte ich es euch möglichst kurz von Anfang an schildern,dass ihr einen kleinen Überblick habt.
Zuerst sei gesagt,dass ich mittlerweile sehr viel anders machen würde,wenn ich nochmal ein so junges Pferd hätte,wie Farell damals war. Leider ist sehr viel falsch gelaufen.
Farell kam damals als knapp 4jähriges Pferd bei mir an,ich war 13. Damals hatte ich zwar schon ein paar Jahre dressurmäßigen Unterricht genommen,aber so wirklich "verstanden" habe ich da glaube ich trotzdem nichts-jedenfalls wenn ich von jetzt auf damals zurückblicke. Rolling Eyes Mit Farell nahm ich dann jede Woche Einzelunterricht bei einer sehr einfühlsamen Reitlehrerin,die uns viel weiterbrachte. So schafften Farell und ich es,dass er schön locker an den Zügel ging und für diese Zeit waren wir mehr als zufrieden.
Leider stürzte Farell mehrmals blöd auf die rechte Seite (einmal mit mir,sonst ohne mich),was zwar in den darauffolgenden Tagen nicht wirklich Folgen zeigte,aber auf lange Sicht gesehen muss es doch etwas verändert oder den Rücken anfälliger gemacht haben. Wir hatten regelmäßig Physiotherapie oder Osteopathie da (ich weiß,dass sich die Meinungen zu dieser Art Behandlung sehr zweiteilen) ,aber Farells "Blockaden" bzw. Steifheiten gingen nicht mehr weg. Er zeigte von heute auf morgen auch immer einen Kreuzsprung beim angaloppieren auf der rechten Hand,bevor er sich selbst korrigierte. Das macht er auch bis heute noch so,selbst im Freilauf. Seither gestaltete sich das Reiten immer ein bisschen schwieriger,mein Ziel bestand hauptsächlich daraus,ihn schön locker von hinten nach vorne zu reiten,sodass er loslassen kann,was mal mehr,mal weniger gut funktionierte. Generell übten wir auch viel im Gelände,da ihm die wechselnden Steigungen der Wege sehr halfen und er da generell motivierter war als auf dem Platz oder in der Halle. Einen Stallwechsel später in einen Aktivstall hatten wir unsere letzte richtig gute Zeit für ca drei Wochen. Er lief in der Halle (damals war es Winter,genauer gesagt Winter 2014) für seine Möglichkeiten wie ein Weltmeister,nahm die Hilfen fein an und wurde im Unterkiefer auch schön locker,er kaute ganz fein. Smile Was das ausgelöst hat kann ich nicht sagen, aber leider hielt es nicht lange,denn -wieder von heute auf morgen- bald war es damit vorbei und Farell wurde wieder steifer,unkooperativer und der Spaß blieb irgendwie auf der Strecke. Natürlich wurden sowohl Sattel,Zähne,Rücken,... regelmäßig überprüft. Mittlerweile mussten wir leider wieder aus dem Aktivstall ausziehen,denn das Management außen herum passte leider gar nicht. Um euch hier einen weiteren Absatz zu ersparen,sage ich jetzt einfach mal kurz wie es von Februar 2015-heute so aussah: Rückschläge,Erfolgserlebnisse und wieder Rückschläge. Mittlerweile bin ich soweit,dass ich farell auch schon verkaufen wollte,es hielten mich eigentlich nur meine emotionalen Gründe zurück und die kleine Hoffnung,dass wir vielleicht doch noch mal richtig zusammenfinden in allen Bereichen des PFerdealltags. Leider muss ich sagen,dass er vom Temperament,Charakter und von der "Eignung" her wohl gar nicht mehr dem entspricht,was ich mir heute wünschen würde. Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen,dass er damals,als wir ihn kauften, ein komplett anderes PFerd war,dennoch habe ich das Gefühl,dass ich mir durch meinen Wunsch nach einem anderem Typ Pferd oft selbst im Weg stehe.
Vor zwei Wochen war dann jemand da,der sein Pferd nach Philippe Karl reitet und hat mir Tipps bzw. eine Art Reitstunde gegeben. Das klappte überraschenderweise ganz gut, weswegen ich beschloss mich da ein bisschen genauer zu informieren und mir das Buch Irrwege der modernen Dressur und Reitkunst von Anja Beran besorgte. Ich habe die Bücher wirklich verschlungen und schon sehr viele Erkenntnisse mitnehmen können.
Und jetzt zu meinem eigentlichen Problem:
Farell hat sich unglaublich arg zum negativen verändert... Er latscht sehr vorhandlastig,liegt gerne am Zügel,lässt sich kaum auf einen gescheiten Zirkel abwenden,bei dem er nicht mit Vor- oder Hinterhand ausschert. Er ist nach links hohl,die rechte Seite daher eine absolute Katastrophe. Er kann absolut NICHTS mehr von dem,was er früher mal konnte. Manchmal fühlt es sich an als ob Zahnräder in ihm verkanten. Seine gesamte Balance ist weg. Geradegerichtet ist er natürlich auch nicht,aber es scheint sich verschlimmert zu haben,denn früher war das wirklich nicht so extrem. Da war er zwar auf der rechen Hand "schwieriger" locker zu bekommen,aber man hat es schaffen können. Dazu hat sich der Galopp auch extrem verschlechtert, zeitweise macht er jetzt einen Viertakt anstatt des gewünschten Dreitaktes. Wobei eigentlich haben sich alle seine Grundgangarten verschlechtert. Ich habe das Gefühl,als wäre die Elastizität abhanden gekommen,als ob er einfach nur in den Erdboden reinlaufen möchte. Vom Gebäude her hat er es nicht so leicht, er ist leicht überbaut hinten, hat eine mächtige Vorhand im Vergleich zur Hinterhand und einen sehr massigen, kurzen Hals,der zu allem übel auch noch eher tiefer angesetzt ist. Aber ich kann nicht glauben, dass das aufeinmal zu seinem jetztigen Zustand geführt haben soll. Ich meine,das hatte er ja früher auch. Interessant finde ich auch noch,dass es im Gelände im Vergleich total super klappt,da lässt er im Genick locker, er lässt sich von der Vorhand holen,kaut, geht eine gute Dehnungshaltung,da merke ich sogar,dass ich wie auf einem leichten Bogen sitze. Wobei er im Gelände eine ganz andere Leistungseinstellung hat.

Alles was ich bisher so in Foren, FB Gruppen, den oben genannten Büchern,... gelesen habe hat mir sehr deutlich vor Augen geführt, dass etwas gewaltig schief gelaufen ist,im wahrsten Sinne des Wortes. Ich wusste zwar,dass die Geraderichtung existiert,aber wirklich mit ihr beschäftigt habe ich mich nie. (Schande über mein Haupt Crying or Very sad ) Leider hat mir das auch keiner meiner Reitlehrer je gesagt,bzw. mir erklärt,wie man dazu beitragen und dem PFerd helfen kann.
Aber jetzt stehe ich schon wieder vor dem nächsten Problem. Ich bin überfordert. Mit meinem Pferd,mit seiner Vorhandlastigkeit, mit der Schiefe, mit seiner Steifheit und auch ein bisschen seiner mangelnden Kooperationsbereitschaft,die vielleicht aber auch an den besagten Problemen liegt. Eigentlich ist das nichts für mich,das zu korrigieren. Das kann ich nicht und schon gar nicht alleine. Allerdings habe ich bisher noch keinen Ausbilder gefunden,der in meinem Postleitzahlenbereich wäre. (972..) Dazu weiß ich zwar, dass Seitengänge,so geritten,dass sie die hohle Seite aufdehnen sehr gut sein sollen,aber Farell und mir fällt doch schon ein Zirkel so schwer! Und auch Philippe Karls empfohlene hohe Hand sehe ich mit Skepsis. Weil wenn Farell nicht weiß,wie er überhaupt das Gewicht nach hinten verlagern soll/ kann, dann fordere ich damit doch nur die ungesunde Haltung. Ganz zu schweigen davon,dass das bestimmt kein Mittel ist,mit dem man mal einfach so ein PFerd korrigiert als Laie wie ich das bin in dieser Reitweise. Übrigens gefällt es mir gut,was Anja Beran so schreibt in ihrem Buch,das wirkt alles so leicht. Smile
Habt ihr Tipps, Ideen,... für mich,wo ich da ansetzen könnte? Ich weiß,dass da schon echt viel verbockt ist und es teils meine eigene Schuld ist. Dennoch kann ich es mir nicht erklären,wieso es übehaupt so extrem wurde,denn ihr müsst mir glauben,ich war stehts bemüht ihn ehrlich von hinten nach vorne zu reiten bei leichter Hand,was am Anfang auch sehr gut funktionierte....
Entschuldigung für diesen Roman,aber ich bin so verzweifelt. Crying or Very sad Embarassed
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Jen
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BeitragVerfasst am: Di, 09. Aug 2016 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hi

Bevor du weiterhin an dir und deinem Pferd verzweifelst würde ich dir raten, ihn für mind. 3 Monate in Ausbildung zu geben. Es gibt mittlerweile recht viele Ausbilder, die sich auch ordentlich mit Tinker und co auskennen. Auch wenn es vielleicht etwas weiter weg ist. Gibt dir auch eine Verschnaufpause.

Das ist gut investiertes Geld, auch wenn du ev entschliesst ihn doch zu verkaufen.

Alles Gute

_________________
Liebe Grüesslis, Jen
***
Das Maul des Pferdes ist kein Bremspedal! Martin Plewa
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Julia
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BeitragVerfasst am: Di, 09. Aug 2016 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

Och mensch *tröst* das klingt wirklich verzweifelt.

Bevor ich jetzt aber mit endlosen Vermutungen loslege, hoffe ich dass evtl. s&p oder esge hier aus dem Forum vielleicht aus Deiner Gegend kommen und direkt vor Ort mit Unterricht helfen können. Ich weiss nur dass sie aus dem Süden kommen, wo genau leider nicht.
Ich bin ganz im Norden und ich mag keine Ferndiagnosen geben. Ich denke Du brauchst wen der kommt und vor Ort hilft.

Ganz liebe Grüße!

_________________
Liebe Grüße, Julia
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KZimmer
User

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BeitragVerfasst am: Di, 09. Aug 2016 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Also,

beim ersten durchlesen dachte ich, es ist besser wenn Du Dein Pferd tatsächlich verkaufst und Dir ein Pferd suchst, welches Deine Bedürfnisse erfüllt. Und Du mußt dabei auch kein schlechtes Gewissen haben, es gibt auch noch andere Reiter, die Dein Pferd lieben können.
Andere Option: wie schon erwähnt, Pferd in Beritt geben.
Immer gut: Hilfe vor Ort von einem guten Reitlehrer. Aber evtl. wäre auch erst der Tierarzt gefragt?!
Tatsache ist, Ferndiagnosen helfen Dir nicht, Deine Probleme zu lösen.
Und mal aus reiner Neugier: wie klappt der Zirkel denn im Gelände? Schon mal versucht?!
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cajujo
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BeitragVerfasst am: Di, 09. Aug 2016 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du verzweifeltest Menschlein,

ich vermute, wir kennen es alle und haben uns schon mal mit unseren Pferden in Dilemmas manövriert.

Aus deinem Schreiben lese ich, dass dein Dressurwunsch und dein Bemühen riesig ist. Vllt willst du zu viel Gutes und Richtiges und das dringend. Very Happy

Weisst du, vllt ist es gut, bevor du Entscheidungen wie einen Verkauf angehst, euch beide wieder auf Null zu stellen.

Du schreibst, im Gelände wäre er ein anderes Pferd. Warum nicht erst mal die Bahn Bahn sein lassen und euch im Gelände eine gute Zeit ermöglichen?
3 Monate Zügel in eine Hand, Pfeiffen und euch den Wind ums Näschen blasen lassen. Kommt Zeit, kommt Rat, mit Glück auch Reit und Hilfe.

Auch wenn du jetzt andere Wünsche an ein Pferd hast wie damals und dir ein Entsprechendes kaufen würdest - das muss ja nicht so bleiben und auch ein anderes Pferd kann sich verändern. Blöde am Reiten ist halt, dass es nicht einfach ist und auch viele gute, theoretische Einsichten und Pläne schwer in die Praxis zu überführen sind.

Alles Gute für euch.
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Kati
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BeitragVerfasst am: Di, 09. Aug 2016 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tinker-Mädchen! Very Happy
Leider kann auch ich keinen tollen Ratschlag für eine sofortige Lösung bieten.
Aber du hast meine vollen Respekt, dass du in deinen jungen Jahren die Situation so kritisch hinterfragst, reflektierst und versuchst eine alternative Lösung zu finden! SUPER!!!!
Das ist nicht selbstverständlich! (Ich habe gerade so ein schlechtes Beispiel erlebt: Ein nicht besonders gut reitendes Mädchen, dessen Pferd sich weigerte auf den Turnieren auch nur ein Hindernis zu springen. Das Pferd wurde kurz Hand verkauft und ein neues "besseres" angeschafft... Trautig!)
Das soll nicht heißen, dass der Verkauf keine Option ist. Es sollte nur nicht leichtfertig geschehen (ist bei dir offensichtlich nicht der Fall! Du machst dir soooo viele Gedanken!) Und wie KZimmer schrieb, kann es ein Pferd auch bei einem anderen Menschen gut haben.
Ansonsten schließe ich mich dem Geschrieben an. (Vielleicht kommt ja doch noch ein toller Tipp)

*TSCHAKKA*!!! Du schaffst das! (Oder wirst die richtige Entscheidung treffen!)
Liebe Grüße und alles Gute, Katja
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ninischi
Moderator

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BeitragVerfasst am: Di, 09. Aug 2016 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde auch erstmal nur im Gelände reiten und zwar so lange, bis du jemanden gefunden hast, der erst für eine Zeit Beritt macht und euch dann auch gemeinsam regelmäßig weiter begleitet.
_________________
"Reiten ist die Suche nach Schönheit, Geradlinigkeit und Wahrheit."
Nuno Oliveira
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Ulrike
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BeitragVerfasst am: Di, 09. Aug 2016 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Moin, und *auf die Schulter klopf*

Auch ich verstehe Deine Verzweiflung und kann Dir nur raten, was hier schon steht: Auf Null setzen, Ruhe im Gelände wieder reinbringen, Beritt und RL suchen.

Dann musst Du Dir wirklich Gedanken machen, ob Du ihm "die Stange halten" möchtest oder doch wirklich einen andren Typ Pferd reiten willst. Du musst also auch Dein Herz befragen.

Falls Du ihn abgeben möchtest, wäre es nett, ihm eine gute Startmöglichkeit in ein neues Zuhause zu geben, durch Beritt und Reitunterricht bis dahin.

Manchmal liegen die Dinge auch im Pferd verborgen und das Reiten hat vielleicht nur etwas aufgehalten, was vorher schon da war. Du schreibst ja, das er von früh an sich auch mal hingelegt hat.

Da wäre ein neurologischer Blick eines Fachmannes auch von Nutzen.

Egal, ob er bei Dir bleibt oder geht, es ist ratsam sich weiter gut zu kümmern; das scheinst Du ja auch zu tun!


LG Ulrike
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Tinker2012
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Alter: 18

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BeitragVerfasst am: Di, 09. Aug 2016 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend,
also als aller erstes möchte ich mich bei jedem von euch für seine Antwort bedanken!
Ja die Sache mit Beritt habe ich mir auch schon vor ein paar Tagen genauer überlegt und für eine sehr gute Möglichkeit befunden. Ich werde mir da nochmal Gedanken machen... Wobei ich sagen muss,dass es mir am liebsten wäre,wenn ich einen RL finden könnte,der mir (wie ihr auch sagt) vor Ort hilft und ihn auch bereiten kann. Aber ich finde,dass das sehr schwer ist,da jemanden geeigneten zu finden. Ich habe ja durchaus schon einige Probestunden bei verschiedenen RL genommen,aber da war leider noch nicht der richtige dabei, denn sie vertraten nicht meine Ansicht von feinem! reiten.Natürlich werde ich weiter Ausschau halten!

Zum Verkauf kann ich nur sagen,dass ich das jetzt oben mal ehrlicherweise aufgeschrieben habe,da die Gedanken da sind/waren. Aber im Moment habe ich keine Intention das in Angriff zu nehmen. Eigentlich bin ich nämlich kein Mensch der einfach so aufgibt. Dafür habe ich jetzt schon zu lange "gekämpft", mir neue Anregungen geholt,neue Sachen ausprobiert,... Außerdem darf ich hier auch in schwierigen Zeiten wie dieser nicht vergessen,was ich schon für wunderbare Sternstunden mit Farell hatte. Er hat mir schon so viel geschenkt und beigebracht,da möchte ich eigentlich, trotz allen anderen Gefühlen, am meisten einen Weg mit ihm aus der "Krise" finden. Ich denke,dass ich ohne dieses Pferd mich noch nie mit so vielen Sachen genauer beschäftigt hätte. Er hat in mir erst den Spaß an der Dressur geweckt. Die Momente, in denen wir "wie eins" waren,haben mich irgendwie süchtig gemacht.Generell macht es mir Spaß nach dieser Leichtigkeit zu streben und an Problemen solange zu feilen bis sie gelöst sind, gerne auch mit verschiedenen Ansätzen. Nur das jetzige überfordert mich, weil ich -wie bereits gesagt- mir nicht mal erklären kann,woher es kommt.
@KZimmer: Ja,das habe ich mal probiert,es klappt wesentlich besser als in der Halle,allerdings neigt er dann dazu etwas eilig zu werden,aber das lässt sich ganz gut über den Sitz und das Atmen abfangen. Notfalls auch mit Stimme. Smile

Die Tipps mit Tierarzt und Fachmann werde ich mir auch zu Herzen nehmen! Zwar sind meine Eltern beide Tierärzte,aber auch sie sind ratlos. Meine Mutter arbeitet zusätzlich zur Schulmedizin noch mit Alternativheilmethoden,was bei ihm schon Erfolge einbringen konnte. Dennoch ist geplant ihn mal komplett durchchecken zu lassen,aber bisher war es nicht mehr als ein Plan. Ich werde mich da jetzt nochmal verstärkt dahinterklemmen.

Eigentlich sind wir momentan sogar sehr viel im Gelände zu finden,da es uns dort beiden Spaß macht und ich dort ganz schnell auf einem lockeren Pferd sitze,das gerne kooperiert . Ich denke,dass ich dann die Hallen/ Platzarbeit erstmal ganz sein lassen und eurer Empfehlung folgen werde.

Für den Neustart würde ich mir wünschen,dass mein Farell und ich ganz klassisch ausgebildet werden. Ich möchte ein stabiles Fundament haben,weil irgendwie war ja bisher doch alles auf Sand gebaut.
Embarassed Ich habe auch kein Problem,wenn das alles JAhre dauern würde, Hauptsache mein Pferd kann mich ohne Schaden zu nehmen mit gesundem Rücken tragen.
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Tossi
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BeitragVerfasst am: Mi, 10. Aug 2016 06:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
finde es toll, wie du dich um dein Pferd bemühst und zur Sache sind ja schon gute Tipps gekommen. Schade, dass " Phanja" nicht mehr im Forum ist. Die ist
1. "Tinkerfachfrau",
2. bildet klassisch aus nach akademischer Reitweise und ist
3. auch irgendwo in deiner Region
Hat jemand noch zu ihr Kontakt?

LG

_________________
Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet. (David Hume)
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Ulrike
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BeitragVerfasst am: Mi, 10. Aug 2016 06:38    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

da bist Du ja in besten Händen.

Was auch sein KÖNNTE! ist, das Dein Pferd in seinen Gelenken vielleicht zu mobil ist. Das kann auf lange Sicht ebenfalls Probleme machen, denn es entstehen "einfach so" Verspannungen, da das Pferd noch mehr kontrollieren muss als nur seine Muskeln

Bei mir steht so ein Kandidat, da ist die Ausbildung noch mal so schwer und fordert Dir ganz andere Dinge ab also Otto Normalpferd.
Aber, ich kann Dir auch sagen, das Dich jedes Pferd vor Herausforderungen stellt, die individueller Natur sind, aber auch nicht immer leicht zu knacken. Schön, das Du Deinem Farell die Treue hältst.


LG Ulrike
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Puppa99
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BeitragVerfasst am: Mi, 10. Aug 2016 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst drücke ich Dir die Daumen, dass Ihr es schafft, aus diesem Tief wieder rauszukommen.

Ich persönlich liebe die Website http://www.wege-zum-pferd.de/. Dort kann man den Longenkurs erwerben, der eine gute Anleitung zum Longieren am Kappzaum und dem Vermitteln von korrekter Stellung und Biegung gibt. Außerdem gibt Babette Teschen auch Kurse. Vielleicht wäre das ja was für Dich und Farell.
Noch passender auf der Website fände ich für Dich die Artikel von Tania Konnerth, die sich viel mit dem Einfluss der eigenen Einstellung auf das Pferd befasst. Gerade wenn es darum geht, dass es "jetzt doch mal endlich funktionieren muss" - ein Gedanke, den wir Reiter ja oft haben, wenn es eben nicht klappt.

Wenn Du jemanden suchst, der nach Philippe Karl unterrichtet und sich nicht nur auf die hohe Hand beschränkt, kann ich wärmstens Christiane Horstmann empfehlen. Sie ist zwar weit von Dir entfernt, gibt aber auch Kurse. Vielleicht kann sie Dir ja auch jemanden in Deiner Nähe empfehlen. Hör bei der Suche nach Beritt und RL auf jeden Fall auch Dein Bauchgefühl und beobachte genau die Reaktionen Deines Pferdes.

Viel Glück!
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Puppa99
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Beiträge: 189
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BeitragVerfasst am: Mi, 10. Aug 2016 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Was mich noch interessieren würde: War es auch bei den früheren schlechten Phasen immer so, dass das Pferd im Gelände geradeaus trotzdem gut lief? Und wie ist es, wenn Du ihn in der Halle frei laufen lässt und mal am Halfter longierst? Wie kommt er um die Kurve? Ändert er dabei die Geschwindigkeit? Muss er sich stark nach außen stellen und welche Unterschiede gibt es zwischen linker und rechter Hand?
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Kosmonova
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BeitragVerfasst am: Fr, 12. Aug 2016 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ich könnte, den Kontakt zu Phanja herstellen. Die bsiherigen Tipps fand ich alle sehr konstruktiv.

Im Übrigen hatte ich einen ähnlich steinigen Weg und auch, wenn hier längst nicht alles möglich ist, was ich mir erträumt habe, ich bin glücklich meinen Haflinger zu haben und kein anderes Pferd. Menschlich hat er mich weitergebracht, als ein Pferd das "funktioniert" hätte. Vielleicht liegt da die Lösung drin? Mach deinen Frieden mit ihm und der Situation, dann würde das ewige "Kämpfen" aufhören und der Weg wäre frei für eine echte Beziehung. Im Grunde ist das, dass gleiche wie unter Menschen: Will ich immer an der Beziehung, besser gesagt an dem Menschen arbeiten mit dem ich zusammen bin, oder will ich ihn so nehmen wie er ist und eine wahrhaftige Beziehung haben? Wenn du die Frage mit "Nein, ich kann das nicht akzeptieren" beantwortest, dann verkauf ihn lieber zu jemanden, der es kann. Aber ob du dann wirklich glücklicher mit einem anderen Pferd wirst, kann dir leider auch keine garantieren. Für mich liegt der Schlüssel in einem Selbst.

_________________
Es grüßt Nadine

*******************
so schwer wie die freiheit, so leicht ist der zaum der sie hält... (frei nach and one - krieger)
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Tinker2012
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Alter: 18

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BeitragVerfasst am: Mo, 15. Aug 2016 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

So nun kann ich mich auch mal wieder melden. Smile
Ja,ihr habt schon recht,dass die eigene Einstellung sehr viel ausmacht.Das weiß ich und probiere mich dementsprechend immer daran zu erinnern,dass es schon ein riesiges Glück ist,dass ich erstens überhaupt ein Pferd habe und zweitens ein Pferd habe,dass mich auf seinem Rücken sitzen lässt,was ja keinen Falls selbstverständlich ist.Zwar neige ich schon dazu, in das Erfolgsdenken zu verfallen und mir denke, dass das nun doch mal klappen muss,aber mittlerweile ist es so gut wie verschwunden und kommt kaum mehr vor (übrigens brachte Farell mir diese Geduld bei ).
@Kosmonova:Ich finde es sehr interessant, was du schriebst. Es sind eigentlich genau die Gedanken,die ich schon so oft durchgespielt habe.
@puppa99 Vielen Dank für die Websitetipps. Diese kannte ich sogar schon,wir haben auch schon mal angefangen nach dem Kurs zu arbeiten, aber das hat sich etwas im Sand verlaufen. Embarassed
Auch in früheren Zeiten war es so, dass er im Gelände wesentlich besser lief als in der Halle. Damals war der Unterschied aber nicht so gravierend wie heute . Und was das Longieren angeht:Leider auch sehr verfahren.
Ich longiere ihn mit Kappzaum,aber er klebt doch sehr am Hufschlag und auf der offenen Kreislinie habe ich das Gefühl, dass er die Balance gar nicht halten kann,da schert er aus,legt sich schwer auf die Hand
.. ich würde fast sagen, dass er dabei auch langsamer wird,im Allgemeinen kommt er schlecht um die Kurven-wie beim Reiten auch.Im Freilauf ist es das Selbe,da mag er sich auch nicht vom Hufschlag lösen. Meistens lege ich dann beim Longieren optische Begrenzungen aus Dualgassen auf, das klappt wunderbar, da lässt er auch sehr schön locker und kommt in eine gute Dehnungshaltung.Auch die Doppellongenarbeit ist so immer von guten Ergebnissen bestätigt, ich würde fast sagen,dass er da am besten läuft

Der Kontakt zu Phanja würde mich sehr interessieren, was genau ist denn akademische Reitweise?
Liebe Grüße
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