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Frage zum Thema Piaffe
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MyBest4
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BeitragVerfasst am: Do, 27. Jun 2013 20:45    Titel: Frage zum Thema Piaffe Antworten mit Zitat

An alle Piaffe-Anwender und -Interessierte

Wer arbeitet mit "anheben lassen" der Hinterbeine durch Gerten-Touchierung?
Wer hat dies in der Vorbereitungszeit gemacht oder auch immer wieder als Zwischenschritt oder zur Korrektur?
Ich meine damit das "klar" machen der Bewegungen durch anheben lassen der Hinterbeine...

falls ja:
warum, was bringt es dem betreffenden Pferd und was hat es für eine Logik im ganzen "Piaffe-Bewegungsablauf"?

falls nein: warum nicht?

Vielen Dank, ich freue mich auf zahlreiche Erfahrungsberichte, Meinungen und Ausführungen

Ich werde meine Meinung später gern dazu noch sagen. erst mal würde ich einfach gern hinhören was ihr so meint.
Meine Meinung dazu ist relativ klar und unerschütterlich - dennoch sehe ich das so oft - auch in Lehrvideos etc
und gerne möchte ich mal lesen, wie ihr das so macht
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Jamie
User

Alter: 30

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BeitragVerfasst am: Fr, 28. Jun 2013 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn ich bisher keine Piaffe erarbeitet habe, kann ich zumindest meinen Eindruck beisteuern...

Ich kenne zwei Pferde, die so an die Piaffe herangeführt wurden und empfinde das Resultat als nicht reel.
Es sind bei denen eher Spannungstritte entstanden und haben nichts mit korrekter Versammlung geschweige denn einer Piaffe zu tun.
Der Rücken ist leider festgehalten und die "Lektion" auf der Vorhand ausgeführt.
Aber ob ich das so pauschalisieren sollte oder es Beispiele reeler Ausführungen gibt, keine Ahnung (auch wenn ich das subjektiv anzweifel).... Embarassed
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Phanja
Gast








BeitragVerfasst am: Fr, 28. Jun 2013 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, das Touchieren KANN ein guter Weg sein, um dem Pferd überhaupt eine Grundidee zu vermitteln und zu erarbeiten, dass in der Bewegung das Touchieren zum verfrühten Abfußen des Hinterbeins führt.
Allerdings gibt es Kandidaten, die dabei die Hüfte nach oben ziehen, was für die Piaffe an sich eher kontraproduktiv ist. Dabei kommen dann leider häufig Piaffen raus, in denen das Pferd mit der Kruppe hüpft und den Rücken festhält.
Ich würde das individuell je nach Pferd entscheiden.
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MyBest4
User

Alter: 37

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BeitragVerfasst am: Sa, 29. Jun 2013 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die bisherigen 2 Beiträge...

@Phanja
Was wäre denn deiner Meinung nach DER ANDERE mögliche Weg?
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MyBest4
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Alter: 37

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BeitragVerfasst am: Sa, 29. Jun 2013 14:00    Titel: Fragen Antworten mit Zitat

Fragen, deren Beantwortung sicher auch weiterbringen:

soll in der Piaffe grundsätzlich das Hinterbein aktiver angehoben werden?
und wenn ja: soll es dies auf einen Reiz hin tun?
was tut der restliche Körper, wenn dies passiert?
wie entsteht eine Piaffe? Was ist der Sinn einer Piaffe?
ist die Piaffe ein antrainierter Bewegungsablauf oder ein natürlich entfaltetes Bewegungsspektrum, das in höchster Versammlung entsteht?
ist der korrekte Ort für die Touchierung tatsächlich irgendwo am Röhrbein o.ä?
und welcher Bewegungsablauf soll überhaupt gefördert werden?

wenn man diese Fragen für sich beantwortet, käme man wohl unweigerlich zur Annahme, dass das Anheben der Hinterbeine über Touchierpunkte wenig bis gar keinen Sinn macht. Aus der Bewegungsphysiologie der Piaffe ergibt sich ein ganz anderes Bild.

Was soll das Pferd denn eigentlich in der Piaffe machen? Wie sollen die Bewegungen aussehen und WENN ich da schon helfen möchte (Hilfen sind ja oft eher störend) wo wäre dies?

wäre cool, wenn ihr da mal mitschreiben/antworten mögt
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Frechi
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BeitragVerfasst am: Sa, 29. Jun 2013 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

du scheinst doch deinen Weg schon gefunden zu haben oder sehe ich das falsch ? Ich bin gerade dabei meinem Pony das beizubringen, allerdings lasse ich das wirklich sehr langsam angehen, und bin mir noch nicht sicher welchen Weg wir nehmen werden da wir aber erst am Anfang sind... Wir üben uns erst noch am Antraben aus dem Schulterherein bzw Rückwärtsrichten in der Hoffnung das daraus dann mal eine anständige Piaffe wird.
Ich persönlich halt nichts vom Touchieren mit der Gerte, vorallem nach dem ich vor ner Woche jemanden beobachtet habe der dem Pferd die Piaffe auf diesem Weg beigebracht hat. Die Piaffe war nicht gesetzt genug (ok so ewig machen die zwei das auch noch nicht), und sah mehr nach trampeln auf der Stelle mit unruhigem Schweif und zu viel negativer Spannung aus, oder wie ein Zirkustrick Confused Dabei ist es kein Fall von hauptsache mein Pferd kann Piaffieren.
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MyBest4
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BeitragVerfasst am: Sa, 29. Jun 2013 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

@frechi
es geht mir mehr darum, das hier genauer zu diskutieren. Nicht darum, einen eigenen Weg zu finden oder zu demonstrieren.

in den aktuellen Zeitschriften und Foren sowie auch Lern-DVD wird so oft über die Piaffe geschrieben.

Nur: was bedeutet das für den Freizeit-Ausbildner? Was ist denn nun der Sinn der Piaffe und welche Ausbildungswegen machen Sinn?

Das möchte ich hier besprechen. Was überlegt man sich, wenn man das Pferd weiter versammelt und es irgendwann zur Piaffe kommt.
in deinem konkreten Fall: was überlegst du dir konkret bei deinem Pferd? Du schreibst ja, dass du noch am herausfinden bist, was für euch stimmt. Wie beurteilst du, ob es stimmt?
das was du von deiner Bekannten schreibst ist ein oft gesehenes Bild (auch auf youtube) ... Leider sehe ich oft den Sinn von Piaffen nicht.
Soll das Pferd die Piaffe LERNEN wie das ABC? ist die Piaffe einfach eine "Pudeldressur-Übung" die man auf einer Liste dann abhakt als "gelernt"?
oder ist die Piaffe ein Resultat, das aufgrund sauberer gymnastizierender Arbeit entsteht...

ist doch spannend, sich das mal etwas genauer zu überlegen...
bereichert den Blick fürs Ganze
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minou
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BeitragVerfasst am: Sa, 29. Jun 2013 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab es meinem über das Schaukeln beigebracht. Da kann man meiner Meinung nach nicht viel falsch machen. Außerdem ist es super Gymnastik und auch die Durchlässigkeit lässt sich so gut verbessern. Der Weg dauert halt vielleicht ein bisserl länger.
Auch kann man vom Boden und von oben arbeiten, weil es ja die gleiche Methode ist. Helfer benötigt man dabei auch nicht unbedingt.

_________________
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Indem uns das Pferd sein Vertrauen schenkt, fordert es uns zu einer disziplinierten Reitweise auf. Charles de Kunffy
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MyBest4
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BeitragVerfasst am: Sa, 29. Jun 2013 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

@minou
magst du etwas ausführlicher berichten wie sich die Piaffe entwickelt hat? in den einzelnen Schritten?
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minou
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BeitragVerfasst am: Sa, 29. Jun 2013 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

ich kann gar nicht besonders viel darüber erzählen. Durch die Bodenarbeit hört er gut auf meine Körpersprache, d.h. gehe ich nach vorne, geht er mit (ich bestimme natürlich mit Kommandos die Geschwindigkeit, d.h." Terrab" und "zuuurück"), drehe ich mich um, geht er rückwärts. Das wird oft wiederholt und sollte irgendwann möglichst ohne stocken funktionieren. Das Pferd wird wenn die Zeit reif ist vor lauter (hoffentlich positiver) Anspannug halbe Tritte anbieten. Daraus kann man dann die Piaffe entwickeln. Frühestens dann würde ich falls es nötig ist eventuell touchieren.
Hohe Kruppe ist da nicht zu befürchten.

_________________
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weltenbummler
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BeitragVerfasst am: Sa, 29. Jun 2013 20:05    Titel: Piaffe Antworten mit Zitat

Die Piaffe ist DIE Schlüssellektion an sich für schadloses Tragen des Reiters. Rein biomechanisch gesehen ist ein Pferd erst ab dem Zeitpunkt der Piaffe Tragkrafttechnisch in der Lage den Großteil des Gewichts auf der Hinterhand zu halten während es sich vorwärts bewegt. Erst dann befindet es sich in einer Balance die es ihm ermöglicht das Gewicht mit den dafür vorgesehenen Muskeln zu tragen (Oberschenkel Muskulatur) Die korrekte Piaffe ist im Vergleich nichts anderes als eine menschliche Kniebeuge, in der man selbst sehr schnell merkt welche Muskulatur man dafür benötigt...und warum macht der Mensch Kniebeugen? Wink
Somit ist klar, dass der Sinn der Piaffe ein rein gymnastischer ist, der Tragkraft und letztlich die Geschmeidigkeit der Gelenke fördert und das Pferd befähigt die Hanken zu beugen.
Dabei ist nicht dir Lektion entscheidend sondern der Weg dahin!!!
Und somit ist auch klar, dass es nicht als Lektion beigebracht werden sollte, nicht als Lektion gesehen werden sollte sondern als das Ergebnis verbesserter Geschmeidigkeit der großen Gelenke.
Piaffe kommt aus dem französischen und heißt "Spatz" soviel ich weiß...
Jede "Piaffe" bei der dich die kruppe nicht senkt, die Hüften nicht tiefer kommen, oder die Beine lediglich schnell auf der Stelle fußen ohne das Nachgiebigkeit in allen Gelenken erkennbar ist, ist keine "Piaffe" sondern lediglich Treten auf der Stelle ohne gymnastischen Wert.
Da die Dressur für das Pferd da ist und nicht das Pferd für die Dressur, sollte man sich über diese Hintergründe und auch seine eigenen Beweggründe absolut im Klaren sein bevor man in diese Richtung arbeitet.
Viele Grüße vom Weltenbummler, der grad auf dem Weg zu Bent Branderup nach Dänemark ist Wink

_________________
Reiten ist Denksport, kein Kraftsport.
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Frechi
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BeitragVerfasst am: Sa, 29. Jun 2013 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

stimmt natürlich ist schon ein spannendes Thema Smile als sinn wurde ich die Entwicklung der Tragkraft und die Verbesserung der Hankenbeugung sehen und da mein Pferd sich einfach zu sehr auf die Vorhand lümmelt (auch aufgrund ihrer ungünstigen Anatomie) und das auf dauer absolut nicht gesund sein kann führt für mich kein Weg an der Piaffe vorbei.
Zu beurteilen was für uns stimmt ist leider nicht so einfach, aber da mein Pferd sehr unmissverständlich kommuniziert ist es schon möglich unseren Weg zu finden, gut ich geb zu ohne Sattel reitend wäre es leichter herauszufinden (da spürt man bei ihr immer ganz deutlich, ob sie gerade mit positiver oder negativer Muskelspannung arbeitet) aber das trau ich mir nicht so richtig zu weil wir beim Reiten eben noch nicht so weit sind. Und ja leider liest man gerade auch in Zeitschriften wie aktuell in der C.vallo immer wieder Artikel zum Thema Piaffe, doch ich finde das ehrlich gesagt etwas bedenklich. Ich hatte erst vor einigen Tagen darüber mit einer Miteinstellerin eine Diskussion, da sie der Meinung ist, dass sie das ihrem Pferd unbedingt beibringen müsste grundsätzlich ist das ja in ordnung wenn man sich dabei was überlegt, aber da die Dame sich bisher nie ernsthafte Gedanken über Gymnastizierung gemacht hat befürchte ich das auch das wieder in einem unschönen Trampeln auf der Stelle endet Rolling Eyes
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MyBest4
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BeitragVerfasst am: Mi, 17. Jul 2013 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

@Weltenbummler
magst du ein bisschen von deinen Erfahrungen diesbezüglich erzählen?
Aus welchen anderen Lektionen und Herangehensweisen ist bei dir z.B eine Piaffe resp. erste Piaffetritte entstanden?

@alle deren Pferde piaffieren
Wie habt ihr diese denn als "Weg" erarbeitet?

Oft heisst es:
aus der Schaukel (diverse Ausführungen dieser) oder aus Rückwärts und Antraben entwickeln sich "Automatisch" einige Piafftritte
ist das so? und wie weiter? welche Hilfen gibt man für die Piaffe? was überlegt man sich dabei?
Welche Hilfe sagt "vorwärts" und welche "setz dich" ...
würde mich einfach mal wundernehmen wie ihr das so macht

einen schönen Tag
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tamiro
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BeitragVerfasst am: Mo, 22. Jul 2013 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Deine Fragen sind gar nicht so leicht zu beantworten, vor allem wenn man nicht schon etliche Pferde in der Piaffe ausgebildet hat. Ich denke, viele Wege führen nach Rom, vor allem abhängig vom Pferd.
Ich habe meiner anfangs durch touchieren die ersten Tritte beigebracht, darauf hin hat sie sich gleich ordentlich auf die Vorhand geknallt, ich wollte aber auch gleich zuviel "Piaffe" soll heißen, auf der Stelle. Das heißt diesen Fehler mußte ich halt wieder mit vorwärts und nicht mehr Piaffe wollen ausbügeln. Ich bin dann den Weg über den Trab gegangen, Übergänge, langsam aus dem Trab ein wenig versammeln, wieder vorwärts.
Da war das Stemmen auf die Vorhand wieder ziemlich ausgebügelt, aber die Hankenbeugung war noch nicht reell da, das heißt von Piaffe zu sprechen weit weg!
Schlußendlich muß ich sagen, nach ca. 6 Jahren Piaffearbeit, mal gings vom Sattel besser, mal vom Boden, wo dann auch die Galopparbeit endlich immer besser wurde, machte sie die genialste Piaffe, die ich je erlebt habe.
Dabei hat mir aber die Galopparbeit massivst geholfen, denn Piaffe ist schön und gut, aber nichts kostete mein Pferd so viel Kraft und Geschmeidigkeit in den Hanken, wie ein guter, versammelter Galopp.
Diese Geschmeidigkeit half ihr dann enorm in der Piaffe.
Aber ich möchte nicht sagen, das Touchieren anfangs hat mir die Piaffe zerstört, nein ich denke sogar das spielt keine Rolle, denn da konnte man ohnehin nicht von Piaffe sprechen. Wenn man also eine hinten hüpfende Piaffe sieht, dann ist das eben keine Piaffe, da der Hankenbug und das Aufnehmen der Last noch fehlen. Dann ist es an der Zeit, an diesen Dingen zu arbeiten!
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Mumin
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Sep 2013 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nun geht es hier leider nicht mehr weiter, mit den Erfahrungen aus verschiedenen Praktiken und Ansätzen. Hätte mir gern noch etwas input geholt, den ich bin auch gerade dabei, erste zaghafte Anfänge vom Boden aus zu erarbeiten. Ich habe viel darüber gelesen, was mir dabei half eine gute von einer schlechten Piaffe zu unterscheiden - wenn ich eine sehe. Ich komme aus der ganz normalen FN-Reiterei und da sieht man ehrlich gesagt erstens schon nicht viele Piaffen und zweitens wenige gute. Hier hab ich dann schnell erkannt, was ich nicht will.
Die Richtung, in die ich mit meiner Reiterei will stellt sich nun schon seit ein paar Jahren ganz allmählich um. Allmählich deshalb, weil in meiner Gegend einfach keine guten Lehrer, die in die Richtung Klassik unterrichten, waren. Ich fahre nun schon seit einiger Zeit zu erreichbaren DoB Kursen und dort haben wir auch die ersten Piaffe-Übungen begonnen:
Mit touchieren der Hinterbeine an bestimmten Stellen, je nach dem was gewünscht ist, höheres Abfußen, oder weiter Untertreten. Die Vorhand ließen wir dabei ganz außer acht und wir arbeiteten so, daß das Pferd eine kurze Sequenz touchiert wird und dann sofort munter nach vorne geführt wird. Zurücktreten wird vehement verhindert.
Das sah sehr gut aus und ich war erstaunt, wie schnell er einige wenige Tritte machte, die schon richtig nach Piaffe aussahen. ABER, wieder allein zuhaus hab ich schnell erkannt, daß ich das nicht mit dieser Sicherheit, die man dem Pferd gegenüber ausstrahlen muß und dieser Präzision im Touchieren ausführen kann. Da hab ich lieber wieder die Finger von gelassen.
Aber jetzt, ca. ein Jahr später, steht mein Pferd in einer "Akademie für barockes Reiten" und da habe ich eine Reitlehrerin zur Verfügung, die keine Wünsche offen läßt. Und nun arbeite ich seit kurzem daran, a. seine Tritte durch touchieren zu diagonalisieren und b. am Schulhalt. Das ist zwar noch ein langer Weg, aber ich denke, das sind gute Vorübungen.
LG, Mumin

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OM MANI PEME HUNG
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