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Pferd hat Angst vor Schafen und Herdenschutzhunden

 
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MS
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BeitragVerfasst am: Sa, 16. Dez 2017 18:10    Titel: Pferd hat Angst vor Schafen und Herdenschutzhunden Antworten mit Zitat

Hallo, nachdem wir einmal von einem Herdenschutzhund der seine Herde
verteidigen wollte, angegriffen worden sind, einmal von einem freilaufendem
Hund im Wald angegangen sind, hat mein Pferd jetzt Angst.
So doll, das ich das letzte Mal nur 200m an die Schafherde mit Hund
heran gekommen bin, dann hat er wieder die Fassung verloren.
Ich komme also noch nicht mal in die Nähe und kann somit auch nicht
üben.
Ich wollte jetzt erst mal mit einem anderen Hund allein üben, aber wie kann ich die
Herde mit Hund üben, wenn ich gar nicht erst ran komme?
Hat jemand schon mal solche Erfahrungen gemacht?
LG Manu
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Finchen
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BeitragVerfasst am: So, 17. Dez 2017 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Da das immer neben dem spezifischen Erlebnis was mit dem generellen Vertrauen in dich und deine Führungsqualitäten zu tun hat kannst du an Nebenkriegsschauplätzen "üben" das unbedingte vertrauen in deine Anleitung herzustellen.
Das geht mit vermeintlichen Kleinigkeiten wie "wer bewegt wen" los, kann dann ausgedehnt werden auf eben zB Situationen mit Hunden, die du klar beherrschst (Stellen des Hundes und auch mal Treiben des Hundes).
Das kannst du ggf dann auch mal mit einer Herde (Absprache mit dem Besitzer oder Schäfer natürlich !) machen wenn die OHNE HSH ist!

Einer Herde mit HSH oder auch begleitendem Hütehund bitte nicht nähern und bewusst immer passiv verhalten, da es Aufgabe der Hunde ist ein Annähern von Eindringlingen zu verhindern. In dem Punkt sind auch Hundehalter für Herden begleitende Hunde leider ein großes Problem und echtes Ärgernis!

Wenn es dann daran geht das gezielt üben zu wollen kann ggf auch ein hilfsbereiter Schäfer helfen oder eine unbehundete Herde und ein separater Hundehalter in deren Nähe nach Absprache.

Aber der Anfang ist wirklich zu schauen was ist die Beziehung zwischen euch und wie kannst du sie über Führungselemente dahin gehend verändern, dass du eine bessere Akzeptanz bekommst, dein Pferd mit geht weil es weiß du entscheidest sicher.

Ganz grob finde ich dazu den Ansatz wie ihn Tristan Tucker mit der TRT Method zeigt nicht schlecht, auch wenn ich davon nicht ganz Fan bin, für die verschiedenen Pferdetypen es nicht gleichermaßen passend finde.

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sinsa
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BeitragVerfasst am: Fr, 22. Dez 2017 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Wie wäre es einen cutting-Kurs bzw. Rinderarbeit zu besuchen? Da könnt ihr eigentlich alles üben, was ihr braucht.
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Finchen
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BeitragVerfasst am: Fr, 22. Dez 2017 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

sinsa hat Folgendes geschrieben:
Wie wäre es einen cutting-Kurs bzw. Rinderarbeit zu besuchen? Da könnt ihr eigentlich alles üben, was ihr braucht.


Hm, herdenverteidigende Hunde sind da aber eher selten Seminarinhalt. Laughing


Die Fragestellerin ist ja offenbar gar nicht weiter aktiv hier ... !?

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sinsa
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BeitragVerfasst am: Sa, 23. Dez 2017 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Besser ist das auch, denn man will die Angst/schlechte Erfahrung ja nicht verfestigen.
Nicht nur Rinder kann man als Pferd "cutten", sondern auch Schafe oder eben auch Hunde. Denk in Richtung Verhaltenstherapie mit dem Vorteil, das man gemeinsam mit dem Pferd lernt mit gewissen Situationen umzugehen. Das Gelernte kann man dann auch in der bisher eigentlich fürs Pferd bedrohlichen Situation anwenden.
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Finchen
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BeitragVerfasst am: Sa, 23. Dez 2017 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Transfer von gemeisterten Situationen zu anderen Dingen ist grundsätzlich möglich, allerdings wenn diese Basis vorhanden ist, kann ein einzelnes Erlebnis eigentlich kein so einschneidendes werden. Außer es ist tatsächlich ein traumatisches, keines das nur so genannt wird. Dann helfen aber "andere" positive Erlebnisse nicht den Kern zu verändern.

Cutten von verschiedenen Herdentieren, die eher Fluchttiere sind, ja. (neben Rindern und Schafen gut auch Enten/Gänse möglich) Hunde cutten unterstütze ich absolut nicht, das kann arg nach hinten losgehen. Da wäre mein Rat absolut einen gut ausgewählten Hund (besser gut ausgewählten Halter bzw beides) gezielt zum Training einzusetzen, das dann aber etwas anders gestaltet wird.

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sinsa
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BeitragVerfasst am: Sa, 23. Dez 2017 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

@Finchen stehst Du evtl. auf der Leitung?
Weder sollen zukünftig Schafe, Hunde noch sonstwas gecuttet werden. Es steht einem im allgemeinen nicht zu, irgendjemandes Tiere ohne Grund/Erlaubnis zu "cutten". Das ist ja u.a. das "Problem" von MS. Aktuell fehlen die Möglichkeiten daran zu arbeiten/üben mit der Angst umzugehen.

Beim Cuttingkurs hingegen hätte man immerhin schonmal grundsätzlich eine Herde von Tieren zur Verfügung so dass man sowohl das Teamplay als auch das "Auftreten" üben könnte, dass es für brenzlige Situationen wie diese bzw. für vergleichbare Situationen braucht (z.B. Angskläffer denen man gerne mal im Wald begegnet).

@cutten von Hunden Hätte, hätte, Fahrradkette. In entsprechend bescheidener Situation ist dass die vielversprechendste Maßnahme.
Die meisten Hundeangriffe sind zumindest anfangs ohnehin erstmal Scheinangriffe und die auch noch oft aus einer Angst heraus (--> Angstbeisser und -kläffer).
Hier reicht entsprechendes Auftreten meist schon von weitem aus, das gar nicht erst irgendwas nennenswertes passiert. Kommt der Hund zu nahe, reicht es wenn sich Pferd und Reiter dem Hund zuwenden, ansonsten einfach gelassen und ruhigen Tempos dran vorbei und dabei drauf achten, dass der Hund einem nicht hinterher kommen kann (Herrchen/Frauchen/anleinen)
Reagiert man dann jedoch ängstlich oder gar mit Flucht stehen die Chancen gut, dass es blöd wird. Handelt es sich jedoch direkt um einen ernsten Angriff, hat man eh wenig bis keine weiteren Optionen. Da kann man durchaus locker den 50/50 Joker ziehen statt gleich nur blöd rumzustehen und zu grübeln ob das Vieh wohl direkt auf Kehle geht.

Der Fall von MS wäre eine der wenigen Ausnahmen: Ist der Hund klar im Kopf und macht seinen Job, dann hätte er das Pferd nicht angreifen dürfen bzw. hätte es ihm reichen müssen, wenn Pferd und Reiter ruhig abgewendet und gelassen das Territorium des Hundes wieder verlassen hätten. In anderen Worten: Der Hund hätte oder hat die beiden am Rand seines Territoriums "gecuttet" um genau das zu bewirken.
Umgekehrt gilt: Wenn man versehentlich in das Territorium eines solchen Hundes kommt sollte man tatsächlich nicht auch noch "angreifen" / weiter vordringen sondern freundlich und ruhig den Anweisungen Folge leisten.


Ich persönlich würde übrigens versuchen mit dem Schäfer (Hundeführer) zu reden.
Zum einen sollte es verhindert werden, dass man unbeabsichtigt so weit in das Hoheitsgebiet des Hundes/der Herde eindringen kann dass er angreift und zum anderen sollte so ein Hund womöglich mit Pferden vertraut gemacht werden, falls er sie bisher nicht kannte und deshalb so reagiert hat.
Unter Umständen läßt sich so beides verbinden.
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MS
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BeitragVerfasst am: So, 24. Dez 2017 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
schön das ihr zwei mir geantwortet habt.
Das mit dem Cuttingkurs finde ich eine gute Idee. Wie du schon gesagt hast,
kann sich mein Pferd mit Tierherden vertraut machen.
Ich denke auch, ich sollte zuerst Tierherden und bellende Hunde getrennt
üben und dann wieder beides zusammen.
Wir wohnen in der Heide, begegnen im Gelände immer wieder unvorher-
gesehen den Schafherden mit Hunden, entweder im Stromwanderpaddock
oder frei ziehend.
Bei der ersten Situation kamen mein Kumpel und ich mit unseren Pferden
über einen Hügel und sahen die Herde mit Hunden, um nicht zu stören, sind wir umgedreht den Hügel wieder runter, ganz entspannt, da hatte mein
Pferd ja noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, als wir unten waren, war der eine Hund auf dem Hügel und ist uns nachgelaufen, unsere Pferde
sind dann durchgegangen, nach 1KM mitten durch die Heide über Baumstämme etc. konnte ich mein Pferd wieder anhalten. Er war total geschockt. Wir haben beschlossen zu Fuß nach hause zu gehen, damit
sich die beiden Pferde und wir uns wieder beruhigen konnten.
kaum das wir ein paar hundert Meter gegangen waren, kam die Herde mit Hunden über den nächste Hügel gezogen, die Pferde sahen diese und
brachen erneut in Panik aus. wir hatten dann 6 Km zwei galoppierende
Pferde an der Hand, dumm gelaufen.
Der Schäfer hat von allem nichts mitbekommen, weil immer Hügel dazwischen waren, ich habe ihn dann aufgesucht und mit ihm gesprochen.
Das zweite Mal hat uns ein freilaufender bellender Hund ohne Menschen im Wald angegriffen, mein Pferd hat wieder Panik bekommen.
Das dritte mal haben wir die Herde mit Hund im Paddock getroffen,
ich wollte gleich ganz in Ruhe üben, kam aber nicht mehr als 200m ran.
alles ziemlich dumm gelaufen.
LG Manu
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