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Ingrid Klimke – Grundausbildung für Reitpferde 3 DVD’s
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emproada
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BeitragVerfasst am: Di, 02. Feb 2010 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

*BeiKallistoundJenunterschreib*

Deshalb sind die DVDs ja so gut, weil einem ein Weg aufgezeigt wird wie ein Pferd ausgebildet werden kann und auch auf Schwierigkeiten eingegangen wird. Auch werden so "Kleinigkeiten" wie Hufschlagfiguren erklärt. Da sind andere die auf dem Niveau reite, längst bei den Details der Piaffenreiterei angekommen.

@Meg: ich frage mich nur, warum sich IK zu Rollkur äußern soll, wenn sich doch "nur" ihren persönlichen Ausbildungsstil zeigen will.

_________________
Viele Grüße Tina
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Josatianma
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BeitragVerfasst am: Di, 02. Feb 2010 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn wir es ganz genau nehmen, hat sich IK zur Rollkur geäußert: und zwar durch die kritischen Aufnahmen und Kommentare zu einem Pferd bei der Prüfung auf der ersten DVD.
_________________
Liebe Grüße, Sabine

Ideale sind wie Sterne, man kann sie nicht erreichen, aber man kann sich an ihnen orientieren

"Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt" Mahatma Gandhi
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Meg
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BeitragVerfasst am: Mi, 03. Feb 2010 09:01    Titel: Antworten mit Zitat

So, ich habe mir die Antwort jetzt selber gefunden, natürlich mal wieder bei sustainabledressage:
"Sometimes the discussion on FDO (forward down out = vorwärts abwärts) gets caught in the IFV (In Front of the Vertical)/BTV (Behind The Vertical) trap. A horse stretching down can be a tad BTV and all that the viewers see is the BTV. Talk about an elephant in a glass house, for me to be complaining about remarks that horses are BTV! But still.

The lower the horse carries his neck (stretched down) the less bad is BTV. If the horse is sniffing the dirt, a few degrees of BTV is almost nothing. The jowl area is still sort of open, although not perfect. But being BTV in an upright position demands a whole lot more incorrect effort on part of the horse, than if he is a little BTV in a stretched position. So don't fret.

Allerdings finde ich das was IK macht ist eher das "Telescoping the Neck - Forward..." beschrieben hier http://sustainabledressage.com/rollkur/behind_the_vertical.php bzw. das was ich als vorwärts abwärts emfinde ist das darunter gezeigte Bild. MIt der Nase noch nan Tacken vor am Zügel mit aktivem Hinterbein.

Aber nun gut, mit der Erklärung kann ich leben Very Happy

LG
Meg

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Meg
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BeitragVerfasst am: Mi, 03. Feb 2010 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ums genauer zu sagen: Das Bild unter der Überschrift "A Facilitation Posture - Not a Theraputic Stretch" hier: http://sustainabledressage.com/rollkur/work_stretch.php ist für mich das Idealbild vom vorwärts abwärts
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Julia
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BeitragVerfasst am: Mi, 03. Feb 2010 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Gibt es DAS Idealbild vom v/a ? Ich denke das ist immer sehr abhängig vom Gesamtgebäude eines Pferdes.
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Liebe Grüße, Julia
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Meg
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BeitragVerfasst am: Mi, 03. Feb 2010 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Julia hat Folgendes geschrieben:
Gibt es DAS Idealbild vom v/a ? Ich denke das ist immer sehr abhängig vom Gesamtgebäude eines Pferdes.


Deswegen ja "für mich" Cool Und ich finde schon, dass es ein Idealbild geben sollte, als Ziel!

LG
Meg

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lalala
Gast








BeitragVerfasst am: Mi, 03. Feb 2010 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

Meg hat Folgendes geschrieben:
Julia hat Folgendes geschrieben:
Gibt es DAS Idealbild vom v/a ? Ich denke das ist immer sehr abhängig vom Gesamtgebäude eines Pferdes.


Deswegen ja "für mich" Cool Und ich finde schon, dass es ein Idealbild geben sollte, als Ziel!

LG
Meg


Aber kann und sollte man jedes Pferd in so eine Schablone pressen ? Wohl eher nicht....Klimke war ein Verfechter des "bis zur Schnalle, Nase auf den Boden" (aber immer in der Hinterkiste aktiv), ebenso wie Stecken....kann man gut finden, muss man nicht. Frau Klimke findet es gut und deshalb präsentiert sie es.
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Jen
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BeitragVerfasst am: Mi, 03. Feb 2010 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich ist es völlig unsinnig "DAS" richtige v/a zu definieren, denn es gibt nicht "EINE" korrekte Position und fertig. es kommt immer darauf an, WAS man mit der Position bezwecken will. Was ist das ZIEL, das mit der Position erreicht werden soll? Und daraus ergibt sich dann auch die Kopfhöhe. Ich finde es müssig darüber zu reden, ob der Kopf nun auf Bughöhe korrekt oder mti der Nase im Sand korrekt ist beim v/a, weil beides nun mal nicht die selbe Wirkung hat (das ist völlig wertfrei). Ich will, dass mein Pferd stufenlos verstellbar ist und sich der Hals der HH anpasst und umgekehrt auch die HH dem Hals. Das ist für mich Durchlässigkeit, wenn die Bewegung DURCH das Pferd geht, die Hilfen DURCH das Pferd gehen und zwar in BEIDE Richtungen, auch wenn meine Hilfengebung prioritär von hinten nach vorne geregelt wird. Das ist doch völlig schnurz in welcher Kopfhöhe das ist, ich will es auf jeder Kopfhöhe, dann weiss ich, dass mein Pferd regulierbar ist und sich nicht in eine Gehorsamshaltung feststecken lässt.

Und ich habe IK nicht so verstanden, dass sie die Nase hinter der Senkrechten will, wenn der Hals ganz lang gestreckt ist (Nase im Sand), sondern dass auch da die Nase vorn geht (was aber halt leider nicht immer perfekt gelingt).

Dazu muss man auch wissen, dass das Pferd je tiefer der Kopf ist, desto mehr muss das Genick öffnen, damit die Nase vorn bleibt, es ist keine statische haltung. Deshalb ist ja auch die stufenlose regelung sinnvoll, weil es die freie Beweglichkeit des Genicks erfordert.

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Meg
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BeitragVerfasst am: Do, 04. Feb 2010 09:09    Titel: Antworten mit Zitat

Jen hat Folgendes geschrieben:

Dazu muss man auch wissen, dass das Pferd je tiefer der Kopf ist, desto mehr muss das Genick öffnen, damit die Nase vorn bleibt, es ist keine statische haltung. Deshalb ist ja auch die stufenlose regelung sinnvoll, weil es die freie Beweglichkeit des Genicks erfordert.


Und genau das passiert halt bei den 4jährigen teilweise nicht (wobei es bei den älteren Pferden immer seltener vorkommt). Der erste Fuchs öffnet halt nicht mehr und mehr das Genick bei längerem Zügel, er geht zwar runter mit dem Kopf aber nicht mit der Nase vor. Erst bei ganz langen Zügeln. Die 5jährigen Pferde gefallen mir alle schon viel besser. Da kann ich nicht meckern. Allein bei Damon Hill fällt mir auf, dass sie ihn im Unterricht viel mehr vorlässt, weil Major a.d. von Stecken sie immer und immer wieder daran erinnert, sie ihn aber beim Abreiten auf dem Turnier teilweise viel enger einstellt. Da würde mich interessieren, wie der Major am Abreiteplatz reagiert hätte (und ja, ist eine aufregende Situation, das muss man berücksichtigen).

Sicher sind das Kleinigkeiten, aber ich gebe zu bedenken, was das auf die Masse der "FN-Reiter" für einen Eindruck macht, dass es ok ist, wenn das Pferd mal enger wird und schwubs, haben sie die Gäule ständig da unten...

LG
Meg

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Jen
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BeitragVerfasst am: Do, 04. Feb 2010 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Meg hat Folgendes geschrieben:

Sicher sind das Kleinigkeiten, aber ich gebe zu bedenken, was das auf die Masse der "FN-Reiter" für einen Eindruck macht, dass es ok ist, wenn das Pferd mal enger wird und schwubs, haben sie die Gäule ständig da unten...

LG
Meg


Aber meg, sie sagt ja ganz klar auf der DVD, dass es nicht ok ist! Was soll sie denn noch mehr machen? die bilder aus der DVD rausschneiden? Da muss man doch einfach auch ein bisschen realistisch sein! Ich habe noch keine einzige DVD von irgendjemandem gesehen, die alles nur perfekte Bilder gezeigt hat und wenn, dann hätte ich wohl Zweifel ob das nicht alles nur hübsch zusammengeschnitten wäre. Auch eine IK ist nur ein Mensch Wink und wenn ich ihre DVDs im Vergleich mit vielen anderen anschaue, dann muss ich einfach sagen, dass das zum Besten gehört, was es momentan auf dem Markt gibt. Dass es immer doofe Leute gibt, die das als Alibi-übung nehmen für ihr Gerolle wird nie zu vermeiden sein. Ich meine, geh doch mal zu einem Heuschmann-Seminar und alle klatschen, wenn er die Zustände kritisiert und dann beklatschen sie als nächstes wieder den Schautrab an der Auktion. Es gibt auch Leute, die gehen an ein Seminar von bekennenden Anti-Schlaufzügel-Ausbildern, nicken und bejahen alles kräftig, und dann gehen sie nach Hause und montieren munter den Schlaufzügel wieder drauf. alles schon gesehen! Da kann man doch nicht den Ausbilder dafür verantwortlich machen.

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Linski
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BeitragVerfasst am: Do, 08. Apr 2010 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Habe inzwischen auch alle 3 DVDs gesehen und bin hin und weg.
Habe die Frau früher schon bewundert und halt die DVD-Serie für ausgesprochen gelungen.
Gerade weil nicht alles perfekt ist. Pferd auch mal wegspringen, während hinten auf den Wiesen die Kollegen toben, oder die Kamera misstrauisch beäugt wird.
Es werden verschiedene Pferde mit ganz unterschiedlichen Problemen und Vorzügen gezeigt. Von der zickigen 4jährigen bis zum artigen und willigen Dressurkracher.
Und alle Pferde vielseitig ausgebildet. Ok, ich erblasse vor Neid, weil ich gerne ein Team von "kannste mal gerade aufbauen" hätte und von so einer Galoppierstrecke, geschweige denn Geländestrecke nur träumen kann, aber nun gut....weine ich weiter ins Kopfkissen.
Und gerade weil auch die, möchte mal sagen unperfekten, Szenen gezeigt werden, machts für Otto-Normal-Reiter nachvollziehbar. Ok, der macht sich eng, wie versuchen die das Problem zu lösen. Aha, na bravo, selbst IKs Gatte bekommts nicht direkt hin.
Juhu, die kleine Stute wird beim STehen frech. Macht meine zu Hause vielleicht auch. Hilfe, das Buschpony trabt aber eher öhöm unterdurchschnittlich, aha die macht das und das um das zu verbessern.
Also nix von wegen "zwei-rechts, zwei-links, eine-fallen-lassen" und der Esel läuft.
Werde weiter an meinem Sitz rumwerkeln und bin beruhigt das auch eine IK eher mal die Sporen auszieht, als ausversehen hinzupieken.
Auch die Idee mit dem festen Kandarentag im Winter werde ich übernehmen. Bin da nämlich echt ne faule Nase und hoppala die Turniersaison ist da und der arme Esel hat ein halbes Jahr auf den schnöden Wassertrenschen rumgenuckelt und ich nur an 2 Strippen gezogen.
Und ich werde kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn mein Ross mit der Nase durch den Dreck trab und galoppiert. Bis zur Schnalle, jawohl, zumindest das können wir. Cool
Werde die DVDs mir sicher noch öfter anschauen. Denke das ist etwas was man öfter sehen sollte um Dinge zu entdecken und mitnehmen zu können.

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smilla
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BeitragVerfasst am: Di, 25. Mai 2010 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Mal nur in einem Satz: Ich bin absolut beeindruckt!
_________________
"Reiter und Pferd sind zu einer geistigen und körperlichen Einheit verschmolzen, sind zwei Herzen und ein Gedanke- die wunderbare Alchemie des Reitens hat aus den zweien in Wahrheit eins gemacht. Solche Kunst ist klassische Kunst!"
Seunig
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Bailadora
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BeitragVerfasst am: Di, 25. Mai 2010 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Verleiht die jemand? Büdde? Schicke sie auch garantiert zurück!!!
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smilla
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Alter: 32

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BeitragVerfasst am: Do, 27. Mai 2010 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

So, jetzt nochmal in Ruhe, auch wenn ich bestimmt nicht schaffe, alle meine Eindrücke aus 3 DVDs festzuhalten. Ich denke, ich werde immer wieder hineinschauen, ich finde die DVDs fast besser, als irgendein Lehrbuch.

Was mich nachhaltig beeindruckt ist Ingrid Klimkes absolutes Vertrauen in sich und in die Pferde. Mit ihrer ruhigen und sehr konsequenten Art meistert sie jede knifflige Situation. Da die Pferde lebendig und keineswegs abgestumpft sind (da wird ganz normal nach den Kumpels gewiehert, mit dem Kopf geschnickt, Hüpfer gemacht, vor dem Wasser gescheut), wirkt ihre Arbeit auf mich glaubhaft und absolut überzeugend.

Was ich durch den Trailer anders eingeschätzt hätte, ist die Arbeit an der Dehnungshaltung. Auf mich hatte es so gewirkt, als würde dauerhafter in der sehr tiefen Haltung geritten werden, an der Zügelschnalle. Das ist keineswegs so. Die jungen vierjährigen Pferde werden zunächst mal in ihrer natürlichen Haltung losgeritten. Dann wird das Pferd mit ruhiger, stehender Hand geführt, mit den Hilfen eingerahmt (das beeindruckt mich auch! Wie konstant Bein, Hand und Sitz "einfach" da sind), anfangs im Leichttraben und im leichten Sitz im Galopp Zirkel und ganze Bahn geritten und die Dehnungshaltung dann durch vorsichtiges Zügel aus der Hand kauen lassen entwickelt. Das ganz tiefe Dehnen folgt dann erst zum Abschluss der Einheit. Immer! Das innere Bein treibt an den äußeren Zügel und die innere Hand fühlt immer wieder vor. Das Nachgeben im Hals wird durch Nachgeben des Zügels belohnt.

Die vielseitige Ausbildung ist toll. Ich kann sie meinem Jungpferd SO leider nicht bieten, aber ich will mich nicht hinter fehlendem Können und fehlender Anlage verstecken, sondern lieber schauen, was ich mit meinen Mitteln realisieren kann.

Mir hat die DVD vor allem vermittelt, dass man in brenzligen Situation Vertrauen in sein Pferd haben muss und ihm ruhig und doch konsequent den Weg zeigen soll. Daran werde ich (an mir) arbeiten, aber es hat mir doch auch Sicherheit gegeben. Außerdem glaube ich, habe ich mit meiner neuen RL eine gute Wegbegleiterin!

Mir fällt bestimmt immer mal noch etwas ein Wink.

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birdy
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BeitragVerfasst am: Fr, 17. Sep 2010 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt möchte ich auch noch gerne meine Meinung zu der DVD Reihe abgeben
Smile

Ich find die DVDs wirklich gelungen! Aber man muss eben klare Linien
setzen und sich bewusst sein, dass die gezeigten Bilder nicht die
klassischen Meinungen alter Lehrmeister wiedergeben, sondern den FN
Richtlinien entsprechen. Für mich ist immer noch ein riesen Unterschied,
ob ich einer IK oder zB einem Philippe Karl zusehe!

IK ist eine vorbildliche Pferdefrau, ich finde es äußerst positiv, dass
sie mit dem Lebewesen Pferd und nicht dem Sportgerät Pferd umgeht und dies
auch als einen wichtigen Eckpfeiler darstellt. Man erhält das Gefühl, dass
ihr das Wohl des Tieres sehr am Herzen liegt und sie „erhält“ dafür Pferde,
die gerne im Training mitarbeiten.
Es ist absolut löblich, dass IK total gegen die Rollkur/ Tief und Rund/
Low and Deep (oder wie auch immer man es nennen möchte) ist und sich dem
gegenüber auch klar entzieht.
Die vielseitige Ausbildung verdeutlicht, dass es kein Pferd gibt mit einem
speziellen Schwerpunkt, was andere Dinge nicht machen kann/ sollte,
sondern es wird klar gezeigt, dass jedes Pferd von jeder Disziplin
profitieren kann.
Abgesehen davon, dass die meisten Reiter weder die Trainingsmöglichkeiten
haben, noch den Trainer oder eben die Erfahrung, so kann doch jeder etwas
aus dieser DVD Reihe mitnehmen. Denn eins hat man ja immer- Gelände oder
Halle, Springplatz oder Dressurviereck, Wiese, Berge oder Flüsse- Tipps
gibt es für jedermann. Die Frage der Umsetzung ist eben etwas anderes, als
die Frage des Gezeigten. Ich habe die Ansicht, dass es fast egal ist wie
lange man reitet oder auf welchem Niveau, wenn der Geist fähig ist das
Gesehene umzusetzen, dann kann alles zu einem Erfolg führen, denn es ist
schlicht und weg Fakt, dass nicht jeder der (wie Jen erwähnte) bei zB
einem Rollkurgegner klatscht auch auf seinem Pferd keine Rollkur
ausführt. Dementsprechend kann auch eine IK noch so schöne Dinge vorreiten
und erklären, es ist kein Ziel dafür, dass jeder, der sich diese Reihe
ansieht genauso mit seinem Pferd umgehen kann (!) egal wie sehr er es
vielleicht möchte.

Was mir persönlich sehr gut gefallen hat sind die Momente, wo man merkt,
dass dem Pferd die Möglichkeit gelassen wird „selbst zu entscheiden“ und
nicht in eine Form gepresst zu werden. Im Gelände dürfen die Pferde zum
nächsten Sprung schauen und werden nicht runtergeriegelt, im Viereck
dürfen sie von alleine in die Dehnungshaltung gehen und wenn sie anfangs
etwas Angst vorm realen Strecken des Halses und der Durchlässigkeit haben,
so werden sie nicht in diese gezwungen (guter Witz eigentlich, zwing mal
ein Pferd in eine reale Dehnungshaltung…), sondern es wird ihnen ein Weg
gezeigt. Man kann immer sehr viel Ruhe und Gelassenheit sehen, der Weg ist
das Ziel und wenn es etwas länger dauert, dann dauert es eben etwas
länger. Die Trainingsphasen scheinen nicht so lange zu gehen, bis das
Pferd kaputt ist, sondern bis es etwas erlernen und umsetzen konnte. Ein
absolut positiver Effekt, der den Reiter allerdings dahin stellt, dass er
einsehen muss, dass es beim Reiten nicht unbedingt um den Willen des
Reiters geht, sondern vielmehr um die Erkenntnis, wann es genug für das
Wohl des Pferdes ist.

Die DVD ist an sich auch interessant aufgemacht. Ich mag die musikalische
Untermalung, die einzelnen Kapitel, denn man findet sehr schnell einen
roten Faden. Die verschiedenen Stimmen haben mich anfangs ein wenig
genervt (denkt ihr, dass die weibliche Stimme von IK ist??), aber mit der
Zeit hatte ich mich daran gewöhnt. Man kann jederzeit stoppen, vorspulen oder sich eben nur eine bestimmte Trainingsphase ansehen, der Aufbau der DVD ist dafür prima geeignet und es lässt sich so die ganze DVD Reihe genauso gut auf einmal schauen wie eben nur ein gewisser Teil.

Viele verschiedene Reiter zeigen deutlich, dass die Pferde nicht nur unter IK gut laufen, sondern geben einem das Gefühl, dass "jedermann" so reiten könnte. Das macht IK sehr sympathisch, man bekommt nicht das Gefühl, dass ihre Nase sehr weit oben ist Wink wie bei manch anderen Reitern der Fall.

Aber es gibt auch ein paar Dinge, die mir nicht gefallen haben. Ich frage
mich zB warum ein junges Pferd mit Sporen geritten wird? Sporen, das
bedeutet für mich eine Hilfe zur Versammlung und keine (!) treibende
Hilfe. IK Mann hat zB sehr lange Beine und konnte beim erst gezeigten
Hengst nur die Sporen anwenden, wenn er seine Absätze hochgezogen hatte.
Für mich ein Tabu. Das ein junges Pferd am Gebiss longiert wird und
dementsprechend immer wieder in das Innere des Zirkels gezogen wird, dass
befürworte ich auch nicht. Warum da nicht lieber ein Kappzaum? Der tut dem
Pferd nicht im Maul weh und reißt es nicht dermaßen einseitig schief. Die Pferde
sollten zwar immer in einer realen Dehnungshaltung gehen, doch (und da
schließe ich mich Meg an) sah man immer wieder Pferde, die nicht vor der
Senkrechten gingen und dennoch gelobt wurden. Beim Unterricht von Herrn
Stecken sah man deutlich, dass IK ihre Pferde mehr vor die Senkrechte
ließ; alleine oder beim Unterrichten war es da schon anders. Ein
Unterschied, der mir gleich ins Auge fiel. Auch wenn sie sich klar vom
Eingerolle entzieht, so musste ich mich eben doch wunderen, dass die
dritte DVD auch Pferde zeigte, die trotz vielseitiger Ausbildung Angst
vorm Zügel/ vorm realen Dehnen hatten.
Auch finde ich es schade, dass mit Sperrriemen geritten wird. So heißt es
doch in Udo Bürgers Buch, dass besonders dem jungen Pferd kein Sperrriemen
angelegt werden sollte, damit es im Kiefer nachgeben kann. Aber im
Gegenzug dazu finde ich es löblich, dass man in allen DVDs kein scharfes
Gebiss im Pferdemaul gesehen hatte und IK auch klar sagt, dass sie nur
ungern auf Kandare reitet. Sehr gut! Das finde ich vorbildlich; so reiten
doch sehr viele Reiter mit scharfen Gebissen, weil sie ihr Pferd auf
anderen Gebissen nur schlecht halten/ stellen etc. können.

Was ich auch grundsätzlich (ich sage jetzt einmal) doof fand, ist dass es
zum Einen nur spitzen Pferde waren- keines dieser Tiere war ein 0-8-15
Pferd mit zB schlechtem Gebäude, schlechten Gängen oder sonstigem, wie es
nun einmal viele Reiter daheim haben. Denn besonders diese Tiere haben
oftmals Probleme, auf die man ja immer wieder gute Tipps erwartet- wie
kriege ich zB mein Pferd dazu in Anlehnung zu gehen, obwohl es wenig
Ganaschenfreiheit hat? Oder wie bekomme ich mehr Aktivität in die
Hinterhand bei meinem überbauten Pferd? Wie kriege ich ein Maulfaules
Pferde wieder lebendig? Etc… Nicht jedes Pferd geht sofort in einer super
Haltung, springt sofort fliegende Wechsel oder kann seine Tritte so schön
verlängern.

Zum Anderen musste ich mich ständig fragen-> und was ist mit schlechtem
Wetter??????? Ja, was macht denn eine IK bei Regen, Schnee, Glatteis? Geht
sie dann nur in die Halle oder mir Regencape ins Gelände? Bei Schnee zum
Springen mit Sticks? Dazu hätte ich gerne ein paar Antworten gehabt. Nicht
das mir die Ideen im Winter ausfallen würden, nein, ich hätte das nur
interessant gefunden. Immerhin stehen auch einer IK im Winter nicht andere
Wetterverhältnisse als mir zu Wink

Schade auch, dass zwar auf die Tier-Mensch Beziehung eingegangen wurde,
aber keine Trainingseinheiten (abgesehen vom Longieren) ohne Reiter
gezeigt worden. Aber gut, da gehe ich dann davon aus, dass dies nicht
gemacht wird.

Was mich aber sehr enttäuscht hat, war die fehlende Schrittarbeit. Wieso
ist der Schritt für so viele Reiter nur Pause? Schritt am langen Zügel und
kurz ausruhen, dann geht’s im Trab und Galopp weiter. Aber man kann doch
gerade im Schritt alles üben! Ich kann es verstehen, wenn man bei einen
jungen, spritzigen Pferd erst einmal wenig Schritt am Anfang einer
Trainingsarbeit macht, aber die Dauer ohne Schritt, das hat mich arg
überrascht. Auch, dass kein Erlernen zum Rückwärtsrichten gezeigt wurde,
hat mich erstaunt.

Im Großen und Ganzen finde ich die DVD Reihe sehr gelungen und hoffe sehr,
dass sie für viele Reiter ein Denkanstoß ist!

Natürlich kann man es nie jedem recht machen und es wird jeder immer etwas
zu meckern haben. Wir sind nun einmal alle unterschiedlich Smile

_________________
calme
avant
droit

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