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DVD: Die feine Dressur mit Anja Beran
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Max1404
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BeitragVerfasst am: Do, 19. Aug 2010 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

missredcat hat Folgendes geschrieben:
Warum gehst Du davon aus dass die Pferde alle extrem leichtrittig sind?


Weil ich den Sitz und die Einwirkung der Reiterin mit den noch immer recht ansprechenden Ergebnissen vergleiche (auch, wenn sie mir persönlich etwas zu "fad" sind und ich ein wenig mehr "Schnick" bevorzugen würde). Ich kenne genug Pferde, die bei einer solchen reiterlichen Einwirkung total auseinandergefallen auf der Vorhand latschen würden. Und das sind nicht die, die schlecht und grob geritten sind, ganz im Gegenteil, wer sie am Sitz hat, kann sie mit wunderbarer Leichtigkeit am Bein und nur dem Gewicht der Zügel reiten.

Zum Thema Einwirkung: Schau Dir die Schülerin an, die in der Piaffe auf dem Fuchs nur nett total passiv draufsitzt (3. Video) - die Arbeit macht die Touchierpeitsche. Übrigens ist mit dieser Handhaltung (Hände zu stark eingedreht, so dass die Handgelenke nach außen und die Fingernägel zum Körper zeigen und die gerade Linie Ellenbogen-Hand gebrochen ist - bei Sicht von oben) keine sanfte Handeinwirkung möglich, weil die Hand blockiert. Das wird durch den losen Zügel zwar kompensiert, ist aber einfach nicht klassisch korrekt.
Ich weiß, ich bin ein penibler Fehlergucker Embarassed Wink

Und dann schau Dir das hier an: http://www.youtube.com/watch?v=3P9ERGdql48
Die zarten Bein- und Handhilfen funktionieren nur, weil NO einen so herausragenden Sitz hat (bitte schau nicht auf den Buckel, sondern auf die Sitzeinwirkung von der Taille abwärts, da siehst Du z. B. beim Herauskommen aus der Viertelpirouette eine stärkere Einwirkung mit dem Kreuz, die ab ca. 0:32 wieder etwas nachlässt, ab ca. 0:46 wieder eine stärkere Einwirkung, weil er anfängt, rückwärts bis zur Bande zu piaffieren - leider auf dem Video nicht mehr drauf, hab's auf DVD)
Ich schreibe bewusst "zarte" Hand- und Beinhilfen, weil sie zwar deutlich sichtbar, aber dennoch völlig locker und ohne Krafteinwirkung, eben "zart", gegeben werden.

_________________
Viele Grüße
Sabine
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Max1404
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BeitragVerfasst am: Do, 19. Aug 2010 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Pleistozaen hat Folgendes geschrieben:
@max1404
Danke für die gut verständliche Erklärung!
Mit der Hohlkreuz-Problemtik kann ich was anfangen, das ist auch eine meiner ungezählten Sitz-Baustellen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie unflexibel man da wird.
Viktoria


Smile
Mir ist das Thema Sitz auch erst so richtig bewusst geworden, nachdem ich vor einigen Jahren einen Reitunfall mit schwerer Rückenverletzung hatte. Nach ca. 1/2 Jahr bin ich dann wieder völlig steif auf's Pferd und konnte meine eigenen Pferde nicht mehr sitzen, weil meine Bänder, Sehnen und Muskulatur verkürzt und verhärtet waren und das Becken dadurch unflexibel geworden ist. Da ist mir das erste Mal wirklich bewusst geworden, wie sich ein erwachsener Reitanfänger fühlen muss ... vorher habe ich einfach gesessen und mir keine Gedanken darüber gemacht. Nach dem Unfall musste ich schwer die Zähne zusammenbeißen und wieder Trab aussitzen lernen. Nicht ganz einfach auf einem sehr schwungvollen 1,83 m Riesen ... Sitzen tue ich jetzt wieder so gut wie vor dem Unfall, und wenn's mal ein bisschen zwickt, dann beiße ich halt die Zähne zusammen Very Happy
Die Masseure und Krankengymnasten waren nach den ersten 3 Wochen Reiten übrigens hellauf begeistert von den plötzlichen Fortschritten Mr. Green

_________________
Viele Grüße
Sabine
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 08:36    Titel: Antworten mit Zitat

@max: Vielleicht kannst du mir die Frage beantworten, wie dieses "Steigbügel-Hüpf-Phänomen" zustande kommt. Bei den Nahaufnahmen von AB in der Piaffe sieht man, dass ihre Fußsohlen sich immer bei jedem Tritt ein paar Zentimeter vom Bügel "abheben". Für mich sieht das nach einem extrem festen, klemmenden Bein aus.

Was den sonstigen Sitz angeht: Ich hab ja zwei Spanier, der ältere ist ein sehr sensibler, kurzer, kompakter Typ mit dem leider auch typischen schwachen Rücken. Wenn man ihn nicht superpenibel über den Rücken reitet, hat er so gut wie keine Bewegung in selbigem. Es ist unheimlich schwierig, bei ihm bewusst mitzuschwingen, weil er einem eben gar keine Amplitude vorgibt. Eigentlich muss man ihm sogar "was vorschwingen", und dann reagiert er entsprechend. Wenn man sich im Becken festmacht, was bei ihm fast automatisch passiert, wenn man nicht ganz bewusst gegensteuert, bewegt sich in seinem Rücken einfach überhaupt nichts mehr und man sitzt wie auf einem Tölter. Was den "Vorteil" hat, dass man eben wirklich in Schönheit sterben kann und äußerst easy einen hübsch aussehenden Sitz halten kann, nur leider ist es Gift für das Pferd und man kann ein normales Pferd dann irgendwann einfach nicht mehr sitzen, weil die Wirbelsäule und die Muskulatur null elastisch ist. Das schwunglose Gekrabbel, was dabei herauskommt, sieht bei ABs Pferden genauso aus wie bei meinem, wenn man ihn lässt. Dabei kann man ihn dann auch mit feinsten Hilfen in allen möglichen Lektionen reiten, er geht Zweierwechsel, sämtliche Seitengänge, auch Piaffe mit durchhängenden Zügeln, nur halt alles ohne Rücken - vielleicht sollte ich das einfach mal als höchste Reitkunst verkaufen, statt es gruselig zu finden?
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emproada
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 09:12    Titel: Antworten mit Zitat

@Rapunzel: das "Steigbügel-Hüpf-Phänomen" kenne ich von meiner damaligen RLin auch, das wird bewusst so geritten um den "Schwung" im Sitz nach unten abzuleiten. Kommt wohl wie auch die Hohlkreuzreiterei aus der Oliveira-Richtung und wurde von seiner Verwandschaft auch so gelehrt. (und ja, ich weiß dass ich für diese Aussage gesteinigt werde Wink )
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Viele Grüße Tina
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, aber nach unten ableiten würde doch mehr Druck im Steigbügel bedeuten, dann dürfte da doch nix hüpfen?
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emproada
Moderator

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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ableiten nicht durch Druck auf den Bügel sondern durch bewusstes Mitwippen. So wie andere nicht vorhandene Hüftbewegung durch Kopfnicken ausgleichen, kann man das genauso mit den Füßen machen.
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Viele Grüße Tina
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cowgirlbj
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Rapunzel"]@max: Vielleicht kannst du mir die Frage beantworten, wie dieses "Steigbügel-Hüpf-Phänomen" zustande kommt. Bei den Nahaufnahmen von AB in der Piaffe sieht man, dass ihre Fußsohlen sich immer bei jedem Tritt ein paar Zentimeter vom Bügel "abheben". Für mich sieht das nach einem extrem festen, klemmenden Bein aus.

Mir hat eine RLin den Tipp gegeben, daß zu machen, um tiefer (besser auf dem Hintern) zu sitzen.

_________________
LG Cowgirlbj
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Cowgirlbj: Was genau zu machen? Ich versteh ja eben nicht, was sie da macht.

Emproada: Echt?!?!
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sab
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Max / Sabine,


es kommt etwas vom Thema ab, aber weil du es erwähnt hast; was hast du für eine Rückenverletzung durch einen Reitunfall gehabt ? ich frage so neugierig aus eigener Betroffenheit, ich laboriere an den Folgen eines Reitunfalls vom letzten Jahr.


LG

Sabine
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cowgirlbj
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich müsste die DVD nochmal anschaun, was du genau meinst.
Bei mir ist nur das Problem, daß ich nicht richtig auf meinem Hintern sitze und durch das Heben der Füsse im Steigbügel, komme ich besser auf meine Sitzknochen zum Sitzen.

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LG Cowgirlbj
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sab
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,


hast Du eine Versteifung bekommen ? Und hast Du noch Beschwerden von dem Unfall ? Wie lange hat das bei Dir gedauert ? Ab wann hast Du wieder auf dem Pferd gesessen ?


ich habe mir letztes Jahr - beim Probereiten - 5 Rückenwirbel gebrochen. Gott sei Dank haben sie mich nicht operiert; es ist wieder so zusammengewachsen. Ich habe extrem viel Gymnastik+Rückentraining gemacht (mache ich immer noch) und bin so etwas wie der Wunder-Patient, weil es mir ziemlich gut geht. Trotzdem muss ich leider immer noch (tagsüber) liegen, um den Rücken zu entlasten. Reiten geht prima wieder, da hatte ich gar nicht mit gerechnet.

LG

Sabine
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Max1404
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

@Rapunzel:
Hüpfen im Steigbügel: Ääääh, schwer zu beantworten. Ich hab's mir jetzt noch mal angeschaut und würde fast vermuten, dass es an den zu langen Steigbügeln liegt, nach denen sie mit den Fußspitzen hangelt. Leider ist das auf den kurzen Videosequenzen auf Youtube nur sehr schlecht zu erkennen.

Was den Sitz angeht: ich reite ja Warmblüter, das ist sicherlich schon was anderes. Vermutlich beurteile ich den Sitz zu stark einseitig nur von dieser Seite.

@ emproada:
Einige NO Schülerinnen haben aber tatsächlich einen ähnlichen Sitz im Hohlkreuz wie AB, worüber ich mich schon gewundert habe, weil er selbst (und auch sein Sohn) anders geritten sind Wink

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Viele Grüße
Sabine
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Max1404
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe sab/Sabine,
ich wünsche Dir von ganzem Herzen das Allerbeste für Deine Gesundheit.
Wink Der Rest ist privat - ich hoffe, das verstehst Du Wink

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Viele Grüße
Sabine
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