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Kirsten Jung – Rückentraining mit dem Kappzaum

 
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Josatianma
Admin



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BeitragVerfasst am: Mo, 07. Dez 2009 14:39    Titel: Kirsten Jung – Rückentraining mit dem Kappzaum Antworten mit Zitat

Kirsten Jung – Rückentraining mit dem Kappzaum

Gebundene Ausgabe: 140 Seiten
Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos); Auflage: 1., Aufl. (11. Juni 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3440115313
ISBN-13: 978-3440115312
Größe und/oder Gewicht: 25,2 x 17,4 x 1,6 cm
Preis: 24,90 Euro

Witzig, als ich das Buch aufschlage und die Reiterin sehe stelle ich fest, dass ich sie persönlich kenne: vor langer, langer Zeit standen wir gemeinsam in einem Stall in der Gegend um Lörrach. Dort bewunderte ich ihren Haflinger, mit dem sie erfolgreich in Dressuren bis Klasse M startete. Ich war noch weit davon entfernt, mich mit dem Longieren am Kappzaum zu beschäftigen. Soweit ich mich erinnern kann, konnte ich es damals bei Frau Jung auch nicht beobachten. Um so gespannter bin ich auf das vorliegende Buch.

Anstelle eines Vorwortes wird der Leser in die Vorteile des Kappzaums eingeführt. Im folgenden Kapitel werden die Grundlagen für die Gymnastizierung des Pferdes beschrieben. Direkt eingangs weist Frau Jung darauf hin, wie wichtig es für die Longenarbeit am Kappzaum ist die Bewegungsabläufe seines Pferdes beurteilen zu können. Diese beschreibt sie nun verständlich und mit vielen Bildern visualisiert für den Leser. Ein kurzer Ausflug in die Biomechanik fehlt ebenfalls nicht.

Bevor Kirsten Jung nun mit dem Erklären des Longierens beginnt, wird natürlich die Ausrüstung vorgestellt, die Handhabung von Longe und Peitsche erklärt, Stimmhilfen, Körpersprache und Position des Longenführers erläutert. Auch auf die Sicherheitsmassnahmen für den Longenführer wird eingegangen. Sie achtet in ihren Beschreibungen sehr auf Details. Nun ist es soweit: die ersten Übungen zur Vorbereitung zum Einlongieren werden beschrieben. Auch die ersten Führübungen sowie das Übertretenlassen bzw. unter-den-Schwerpunkt-treten-lassen werden beschrieben. Frau Jung unterscheidet hier ganz klar: das Übertreten ist ein Kreuzen der Hinterbeine, während beim unter-den-Schwerpunkt-treten das Fußen des Hinterbeins in Richtung äußeres Vorderbein erreicht werden soll.

Endlich ist es soweit: die Technik des Kappzaumlongierens wird erläutert. Bevor es jedoch losgeht, wird der Leser in der Einführung um kurze Trainingseinheiten gebeten. „Mehr als eine halbe Stunde zu longieren macht weder gymnastizierend noch ausbildungstechnisch Sinn.“ (S. 73) Auch auf das Aufwärmen des Pferdes im Schritt wird hingewiesen. Es wird nun auf unterschiedliche Aspekte wie die Beeinflussung des Gangverhaltens, das Tempo, die Schulterkontrolle etc. eingegangen. Ein konkreter Hinweis, wie der absolute Neuling nun aber beginnen soll, fehlt mir irgendwie. Die Bilder zeigen allerdings klar, wie es aussehen bzw. nicht aussehen soll.

Im nächsten Kapitel werden nun Problemlösungen auf einen Blick besprochen. Denn: „Bevor Sie entscheiden, wie Sie bei der Longenarbeit am Kappzaum vorgehen wollen, sollten Sie ganz objektiv den IST-Zustand Ihres Pferdes beurteilen.“ (S. 103) Es werden nun die möglichen Probleme, deren Herkunft und ein Lösungsansatz beschrieben. Diese sind sehr hilfreich und mit Bildern auch wieder sehr gut optisch unterstrichen.

Es erfolgt der Schritt von der Longe in den Sattel. In diesem relativ kurz gehaltenen Kapitel erhält der Leser Tipps für die Fortführung der Arbeit im Sattel.

Bereits in den vorherigen Kapiteln wurde von Frau Jung immer wieder darauf hingewiesen, dass bei bestimmten Problemen die Hilfe eines Ausbilders hinzugezogen werden soll. In ihrem letzten Kapitel geht sie auf Aspekte ein, in denen auf jeden Fall professionielle Hilfe notwendig ist.

„Rückentraining mit dem Kappzaum“ beschreibt viele Aspekte des Longierens am Kappzaum. Ob ein „Neueinsteiger“ sich mit diesem Buch allerdings das Longieren selbst beibringen kann, kann ich nicht beurteilen. Aber sicherlich lernt er mit Hilfe dieses Buches, was es alles zu beachten gibt, und kann anhand des gut ausgewählten Bildmaterials sich ein Bild davon machen, wie es aussehen bzw. nicht aussehen soll. Gerade dies kann für Einsteiger sehr wertvoll sein.

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Liebe Grüße, Sabine

Ideale sind wie Sterne, man kann sie nicht erreichen, aber man kann sich an ihnen orientieren

"Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt" Mahatma Gandhi
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Lieschen
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Beiträge: 81
Wohnort: HH

BeitragVerfasst am: Di, 08. Dez 2009 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deine Rezension!

Ich hatte bisher leider noch keine Gelegenheit, in das Buch mal reinzuschauen.

Geht die Autorin auch auf das Longieren mit der DL ein oder bezieht sich das Buch nur auf das Longieren an der einfachen Longe?
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Josatianma
Admin



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Beiträge: 11915
Wohnort: Reichshof

BeitragVerfasst am: Di, 08. Dez 2009 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Das Longieren mit der DL wird gar nicht erwähnt. Das Buch bietet einen sehr guten Überblick über das Longieren am Kappzaum, bezieht sich aber wirklich nur darauf.
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Lilith79
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Beiträge: 562
Wohnort: bei Pforzheim

BeitragVerfasst am: Mi, 13. Jan 2010 10:05    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die tolle Rezension.
Ich habe das Buch auch zu Hause und finde es wirklich sehr gut.

Josatianma hat Folgendes geschrieben:

Ob ein „Neueinsteiger“ sich mit diesem Buch allerdings das Longieren selbst beibringen kann, kann ich nicht beurteilen. Aber sicherlich lernt er mit Hilfe dieses Buches, was es alles zu beachten gibt, und kann anhand des gut ausgewählten Bildmaterials sich ein Bild davon machen, wie es aussehen bzw. nicht aussehen soll. Gerade dies kann für Einsteiger sehr wertvoll sein.


Da ich mich selbst definitiv noch als "Neueinsteiger" beim Longieren am Kappzaum bezeichnen würde (habe meine Stute seit ca. einem Jahr und arbeite seit ca einem 3/4 Jahr mit ihr am Kappzaum), versuche ich mal eine Einschätzung dazu.
Ich habe mir das Buch von Kirsten Jung erst vor relativ kurzem gekauft, hatte schon vorher angefangen mit Kappzaum zu longieren. Ich würde sagen, dass man sich als "normalbegabter" Pferdebesitzer das Longieren am Kappzaum wahrscheinlich damit nicht unbedingt selbst beibringen kann (Ich denke dafür ist der "Longenkurs" besser geeignet, da in kleinere Schritte aufgedröselt). Ich hatte zum Longieren am Kappzaum ca. 10 - 15 Longenstunden bei meiner Reitlehrerin, zusätzlich hat sie auch selbst alleine mit meinem Pferd gearbeitet. Dadurch haben jetzt sowohl Pferd als auch ich eine Basis, auf der ich sehr gut selbständig arbeiten kann. Ich denke um ganz alleine nur mit theoretischen Unterlagen an den gleichen Punkt zu kommen, hätte ich schon sehr lange gebraucht, vor allem da mein Pferd zu Beginn der Arbeit wirklich extrem schief war.

Aber das Buch ist definitiv eine großartige Hilfe zur Beurteilung von richtigen und falschen Haltungen und Bewegungsabläufen, und um immer mal wieder nachzulesen was wichtig ist oder um mögliche Fehlerlösungen nachzuschauen.
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